Krähenjagd


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Jagd Know How zur Krähenjagd

Die Krähenjagd ist gerade in den Niederwildrevieren ein wichtige Jagdart. Krähen sind Allesfresser und gerade da macht das Niederwild zu schaffen. Ob Junghasen, Gelege oder andere Jungtiere, alle die leiden unter der hohen Krähenpopulation. Wusstest ihr schon das die Rabenkrähe zu der Ordnung der Singvögel gehört? Was ist nun Wichtig um die Rabenvögel erfolgreich zu bejagen. Lest hier unsere Tipps und Tricks, wie ihr am besten Lockt, was für Materialen ihr einsetzten könnt und wie ihr mit kleinen aber wichtigen Tricks den Erfolg eurer Strecke steigern könnt.


1. Wo will ich Krähen jagen?

Recherchiert vorher gut, wann und wo die krähen fliegen, dort sucht ihr euch Deckung. Gut eignen sich dafür Maisfelder oder andere Stellen, in der ihr euch vor den Krähen verstecken könnt. Denn nur wer auch weiß wo sich die Krähen aufhalten und einfliegen kann diese auch bejagen. Oftmals sind diese Plätze an Feldrändern mit Eichenbäumen. Revierübergreifende Krähenjagden halten die Rabenvögel auf Trapp sozusagen am Fliegen, denn diese finden so nur schwer ruhige Plätze wo die Krähe ständig bleiben. Krähenjagd heißt auch Disziplin, hat es mal nicht so gut geklappt kann es am nächsten Tag mit gleicher Ausrüstung viel besser funktionieren.


2. Standplatzwahl Krähenjagd

  • Stände so wählen, dass sie sich in der Nähe der Flugrouten – oder dort wo sich die Krähen tagsüber aufhalten – befinden.
  • Besonders attraktive Stellen sind bspw. frisch gemähte Wiesen, frisch gepflügte Äcker und Flächen wo Mist gestreut wurde.
  • Der Stand muss so gewählt werden, dass man freies Schussfeld hat und auch vernünftig schießen kann

Ansitz in der Deckung
Der Tarnschirm ist ein muss!

3. Tarnung ist unverzichtbar

  • Wichtig ist eine absolut perfekte Tarnung.
  • Dazu gehört ein Schirm aus einem guten Tarnnetz (nach oben offen).
  • Ein Tarnanzug, Handschuhe, Kopfnetz und eine Kappe/Hut sind Pflicht

 

Bei der Krähenjagd ist eine gute Tarnung von entscheidender Bedeutung. Die gut äugenden und schlauen Rabenkrähen bestrafen jeden Fehler in der Tarnung, wodurch eine effekttive Bejagung ohne ausgereifte Tarnung nicht möglich ist. Gleichzeitig muss der Jäger aber beweglich genug bleiben, um sicher mit der Flinte schießen zu können. Hier muss ein Kompromiss gefunden werden, der eine gute Tarnung bei hoher Beweglichkeit bietet.

Als erstes sollte man sein Augenmerk auf den Schirm richten. Sicherlich würde ein komplett geschlossenes Tarnzelt mit kleinen Schießscharten die höchste Tarnwirkung entfalten. Hier kann der Jäger jedoch nicht mit der Flinte mitschwingen und wird somit kaum befriedigende Trefferergebnisse erzielen. Den besten Tarneffekt bei gleichzeitig hoher Beweglichkeit bietet ein nach oben offener Tarnschirm.


4. Der Beste Zeitpunkt zur Krähenjagd

  • Es hat sich bewährt morgens sehr früh zu jagen und vor der Dämmerung den Schirm zu beziehen und das Lockbild aufzubauen. Meist wird es nach 2-3 Stunden ruhig und man kann abbauen.
  • Im Spätsommer kann man meist die größten Strecken erzielen. Gerade hier sind die relativ “dummen und unvorsichtigen” Jungkrähen einfach zu bejagen.
  • Nicht im hellen das Lockbild aufbauen.

5. Das Lockbild bei der Krähenjagd

  • Ausreichende Anzahl an Lockvögeln verwenden. Optimal sind 20-35 Lockkrähen.
  • Rehdecke o.ä. im Lockbild täuscht Futter vor und steigert den Lockeffekt.

 

Auch bei der Krähenjagd können es eigentlich nie zu viele Lockkrähen sein, es gilt auch hier die Devise “je mehr-desto besser”. Mindestens 10 sollten es sein, als wirklich effektiv haben sich Lockbildgrößen von mindestens 25 Attrappen plus Krähenmagnet erwiesen, doch auch 40 und mehr Vögel können verwendet werden. Zu kleine Lockbilder werden von den Krähen häufig ignoriert. Bei der Jagd sollte auf beflockte Lockkrähenzurückgegriffen werden. Der Vorteil der beflockten Lockkrähen liegt darin begründet, dass der mattschwarze Flock einen höheren Kontrast ergibt, wodurch die Lockvögel von anfliegenden Krähen besser wahrgenommen werden können. Darüber hinaus verhindert der Flock störende Reflexionen auf den Lockvögeln, die für anfliegende Krähen wie ein Warnsignal wirken. Will der Jäger ein wenig Bewegung im Lockbild haben empfehlen wir beflockte Halbschalen-Lockkrähen und unsere “Taubenwackler”. Halbschalen-Lockvögel oder die FUD-Rabenkrähen empfehlen sich für Jäger, die nicht viel Transport- oder Lagerplatz für ihre Ausrüstung zur Verfügung haben. Für ein wenig Abwechslung im Lockbild können einige beflockte Lockelstern sorgen.


akustischer Krähenlocker
akustischer Krähenlocker

6. Ein akustischer Krähenlocker?

Akustisches Locken steigert den Erfolg. Gerade Krähen hören aus weiter Entfernung das rufen ihrer Mitstreiter. Neugierig wollen sie dann zu der Stelle wo die vermeindliche andere Krähe sich aufhält nachschauen. Aufgepasst aber welche Lockrufe ihr anwendet, und welches Lockbild ihr dabei aufgebaut habt. Dies sollte auch aufeinander abgestimmt sein. Ihr müsst euch immer Fragen, wie würdet ihr reagieren wenn ihr eine Krähe wäret.

Hier geht es zu den Krähenlockern!


7. Verhalten am Stand

Auch das Verhalten bei der Krähenjagd ist wichtig. Eine Krähe die euch erkannt hat kommt wahrscheinlich erstmal nicht so schnell wieder. Auch wenn ihr eine Krähe erlegt habt und eine davon fliegt, wird sich diese es gemerkt haben. Wichtig ist also bleibt ruhig in der Deckung sitzen bis ihr euch sicher seit, dass ihr die Krähe erlegen könnt. Macht keine hektischen Bewegungen. Der Hund wir losgeschickt wenn die Krähe auf den Boden liegt. Danach wird er wieder abgelegt. Wir haben auch schon einigemale den Hund neben dem Schirm liegen gehabt und das war kein Problem, wobei ich denke das es auch daran liegt das er braun vom Fell ist. Nach Möglichkeit sollte alles so Naturgetreu aussehen wie Möglich, dann wird sich die Krähe sicher fühlen und einfliegen.


8. Die Munition

  • Krähen sind relativ schusshart. Schrotpatronen mit 2,7mm oder 3mm Schrot sollten schon verwendet werden. Im Sommer reichen dann auch 2,5mm.
  • Klar kann man auch mit Trap oder Skeet Patronen Krähenschießen, jedoch müssen diese dann schon auf kurze Distanz erlegt werden. Wir empfehlen daher ab 32g. Diese Patronengröße ist ebendfalls gegeignet um auch noch einigermaßen weitere Distanzen zu überwinden und die Krähe sicher zu strecken

9. Auf-Jagd Krähenjagd-Tipp

  • An wechselnden Plätzen jagen, nicht immer die gleichen Standorte verwenden.
  • Lockbilder und Anzahl der Lockkrähen variieren.
  • Nach Möglichkeit 2-3 Krähen erhöht im Baum oder Hecke als Wächter platzieren.
  • Vor den Jagdtagen die Flugrouten der Krähen beobachten.
  • Das Lockbild bei der Krähenjagd muss vor Sonnenaufgang stehen, am besten noch im Dunkeln.

Video zur Krähenjagd


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Zum Autor:

Alexander Hubertus Busch ist ein renommierter Profi der Lockjagd auf Tauben und Krähen. Seinen Ruf hat er sich durch zahlreiche Beiträge in der Fachpresse sowie stark nachgefragte Vorträge und Seminare erworben.


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