Adler Steckbrief

Adler Steckbrief


Ein Buch über die Adler
Buchtipp Adler

Im engeren Sinn steht die Bezeichnung Adler für die Gattung Aquila mit den ihr zugehörigen Arten. Deren größter lebender Vertreter ist der Steinadler (Aquila chrysaetos) mit einer Größe von 0,75 bis 1,00 Meter, einer Spannweite bis zu 2,30 Meter und einem Verbreitungsgebiet, das Eurasien, Nordafrika und Nordamerika umfasst. In Deutschland ist er nur in den Alpen zu finden.Die außerordentliche Sehschärfe ihrer Augen gestattet es allen Adlern ihre Beute auch aus großer Höhe selbst zu erspähen und zu erjagen. Ihre Hauptbeute sind bodenlebende Wirbeltiere, in erster Linie Säuger. Nur selten ernähren sie sich von Aas. Adler sind sehr gut daran angepasst, zum Fliegen Aufwinde zu nutzen.

Der Adler packt die Beute beim Niederstoßen aus dem Flug mit den Fängen. Dabei weisen drei seiner Zehen nach vorne, die Hinterkralle durchsticht den Beutekörper in einer Zangenbewegung. Durch den Griff wird die Beute erwürgt. In Deutschland unterscheiden wir drei Arten der Adler. Der Steinadler, der Seeadler (Deutschen Wappentier) und den Fischadler. Der See- und der Steinadler gehören zu dem Hochwild und haben natürlich eine ganzjährige Schonzeit.


Adler – Zoologische Einteilung


Wissenschaftlicher
Name
Aquila
Klasse Vögel (Aves)
Ordnung Greifvögel (Accipitriformes)
Familie Habichtartige (Accipitridae)
Gattung Echte Adler (Aquila)
Art Adler





Übersicht der Adlerarten


Steinadler (Aquila chrysaetos)

Stein Adler in der Natur
Der Steinadler

Der Steinadler (Aquila chrysaetos) ist viel größer als der Mäusebussard (Spannweite bis 2,3m). Er ist einfarbig braun und im Jugendkleid 8bis zum 5. Lebensjahr) mit hellen Flecken an den Schwingen und Stoß versehen. Das Steinadlerpaar zieht 1 bis 2 Junge auf, wobei es nicht unbedingt jedes Jahr brüten muss. Bei uns kommt der Adler eigentlich nur noch im Alpenraum vor. Die Hauptbeute sind Murmeltier, Hasen, Füchse, Gams– und Rehwild sowie Hühnervögel und im Winter Fallwild (Aas). In den Alpen ist der Bestand gesichert soweit die Brut- und Aufzuchtszeit nicht beunruhigt wird.

Ursprünglich gibt es den Steinadler in ganz Europa. In der BRD jedoch nur noch in der Alpenregion. Die Brutdauer liegt bei ca 43 – 45 Tage. Das Gelege mit ein bis zwei Eiern wird vom Weib ausgebrütet. Das Adler Männchen bringt das Futter herbei. Die Jagd erfolgt im Überraschungsflug.

Buchtipp: Adler: Mächtige Jäger


Seeadler (Haliaetus albicilla)

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Der Seeadler (Haliaetus albicilla) ist noch größer als der Steinadler (Spannweite bis 2,5m). Dieser Seeadler ist der Deutsche Wappenvogel und ist hellbraun mit kurzem, keilförmigen weißem Stoß. Die Ständer und der Schnabel sind im Alter gelb und bei Jungvögeln Grau. Der Schnabel ist bei dem Seeadler sehr kräftig. In Deutschland gibt es mit steigender Tendenz Brutpaare in Schleswig-Holstein. Die Hauptbeute sind Wasservögel und Fische an der Wasseroberfläche. Er ist der größte unter den Greifvögel. Die Brut von 1 -2 Jungen im Jahr wird in großen Reisighorsten auf Bäumen erledigt. Die Hauptbeute besteht aus Wasservögeln, Fischen und ittelgroß Säugetiere wie z.B Hasen und Rehkitze. Brutpaar sind in Deutschland in den neuen Bundesländern angesiedelt.

Buchtipp: Greifvögel Europa


Fischadler (Pandion haliaetus)

Fischadler in der Natur
Der Fischadler

Der Fischadler (Pandion haliaetus) ist etwa bussardgroß mit einer völlig weißen Unterseite. Sein Schnabel und die Ständer  sind blaugrau. Die Augen sind hell. Das Gefieder des Fischadler ist oberseits dunkelbraun/grau mit einer weißen Kopfhaube. Er ist spezialisiert auf die Fischbeute an größeren Gewässern. Daher ist er ein Stoßtaucher, was bedeutet das er aus dem Flug in einem Gewässer stößt um seine Beute (Fische) zu fangen. Zum besseren ergreifen der Fische bzw. Beute kann der Fischadler die Außenzehe als sogenannte “Wendezehe” benutzen. Damit wird die Zehe nach hinten gerichtet. Die Heimat des Fischadler sind die norddeutschen Bundesländer wo er auch als Brutvogel zu finden ist. In den alten Bundesländern kommt er gelegentlicher Gast auch vor. Sein Lebensraum bzw. sein Revier ist durch stehende, fischreiche Gewässer geprägt. Er lebt in einer Saisonehe und brütet (meist das weibchen) ca. 34 – 40 Tage.

Buchtipp: Der Fischadler

 


Jagdliche Fragen zum Adler!


Auf-Jagd-Logo1. Wie lange brütet der Fischadler?

Der Fischadler brütet ca. 34 – 40 Tage. Hierbei übernimmt das weibchen das brüten. Nur selten brütet der Fischadler Terzel.

2. Wo baut der Fischadler sein Horst?

Der Fischadler baut sein Horst in Baumwipfeln und auf Strommasten.

3. Wie erbeutet der Fischadler seine Fische?

Die Fische werden im Sturzflug aus dem Wasser ergriffen. Dieses nennt man auch “Stoßtauchen”

4. Welche Besonderheit ermöglicht dem Fischadler das sichere Ergreifen seiner Beute bzw. Fische.

Durch die Besonderheit das er seine Außenzehe nach hinten verschieben kann als sogenannte “Wendezehe”.


Buchtipp zum Adler


Ein Buch über die Adler
Buchtipp Adler

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Bildquellen: Der Steinadler – Axel Heuting  / pixelio.de, Der Seeadler – Katja Hinsenbrock  / pixelio.de, Der Fischadler – Janine Grab-Bolliger _ Bearbeitung: Joujou  / pixelio.de