Steinmarder Steckbrief


zwei Steinmarder
zwei Steinmarder

Anders als der Baummarder lebt der Steinmarder (Martes foina) als Kulturfolger in der Nähe menschlicher Siedlungen wie Parkanlagen, Scheuen oder Dachböden. Er bevorzugt buschiges, steiniges Gelände und findet seine Nahrung meist am Boden bzw. in Bodennähe. Er hat die Scheu vor den Menschen fast vollständig abgelegt und ist so immer häufiger in städtischen Umgebungen aus geringer Distanz zu beobachten. Umgangssprachlich wird der Steinmarder auch Hausmarder genannt. Die Tragezeit liegt bei ca. 8 Monaten. Damit die Jungtiere in einer Zeit geborgen werden wo sie Überlebensfähig (Witterung, Nahrungsangebot etc.) sind, ist die Ranz ( Paarungszeit) im Juni – August. Gegenüber dem Baummarder gibt es einige makante Unterscheidungsmerkmale die unten aufgeführt sind.

Tierstimme des Steinmarder:


Steinmarder – Zoologische Einteilung


Wissenschaftlicher Name Martes foina
Ordnung Hundeartige (Canoidea)
Unterordnung Marderverwandte (Musteloidea)
Familie Marder (Mustelidae)
Unterfamilie Martinae
Gattung Echte Marder (Martes)
Art Steinmarder





Steinmarder (Martes foina) – Steckbrief


Lebensalter bis 10 Jahre in freier Wildbahn
Lebensraum Wälder,Hecken
Lebensweise Einzelgänger
Gewicht 1,1 – 2,3 kg
Körperlänge 40 – 54 cm
Nahrung kleine Säugetiere, Vögel, Gelege, Beeren, Frösche, Schnecken, Insekten
Paarungszeit / Tragezeit Ranz Jun.- Aug. / 8 Monate
Geburt 1Wurf / 3 – 6 Junge
Merkmale gegenüber dem Baummarder auch in Siedlungsnähe des Menschen

Beschreibung des Steinmarder


Steinmarder
Steinmarder

Dieses zu den Echten Mardern gehörende Tier ist dem Baummarder sehr ähnlich. Die Kehle ist meist weillich und am Unterrand gegabelt aufgelöst. Die Oberseite ist scheinbar graubraun. Er hat die Sohlen nicht behaart, dies ist ein Unterscheidungsmerkmal zum Baummarder. Der Schwanz oder auch Rute genannt ist stark buschig und dient dem Tier als Gleichgewichtsorgan beim Klettern und Springen. In Regel sind die Männchen (Rüde) bis zu 1/3 schwerer und auch etwas größer als das Weibchen (Fähe). Obwohl der Steinmarder wegen seines Pelzes stark verfolgt wurde, sieht es so aus, als hätte der Bestand zugenommen.

Das Revier des Steinmarders wird stets durch Anal- und Abdominaldrüsen markiert, wobei es von weiblichen Tieren überlappen kann. Auf der Jagd fasst sich der Baummarder kleine Säugetiere und Vögel bis etwa Hühnergröße, aber auch Beeren, Obst, Bucheckern sowie Gelege anderer Tierarten. Steinmarder bewohnen Felsspalten,Baumhöhlen, Dachböden. Die Nester werden mit Naturmaterial und Wolle ausgedämmt. In diese Ruheplätze zieht er sich tagsüber zurück und geht in der Dämmerung und Nacht auf Nahrungssuche. Auch in höheren Gebieten bis zu den Baumgrenzen ist der Marder zu finden.

Steinmarder im Bundesjagdgesetz

  • Nach dem Bundesjagdgesetz fällt der Steinmarder unter die jagdbaren Arten. Nach der Bundesjagdzeitenverordnung darf er vom 16. Oktober bis 28. Februar bejagt werden.
  • Hier gibt es Marderfallen

Paarung & Fortpflanzung


Steinmarder Wild
Steinmarder Wild

Von Juni bis August ist die Paarungszeit. Die jungen Welpen werden jedoch erst im darauf folgenden Jahr April geboren. Die 3-6 Welpen bleiben etwa acht Wochen lang im Nest bevor sie anfangen herumzuklettern. Mit 12 – 16 Wochen werden die Jungen selbstständig und mit rund 14 Monaten geschlechtsreif. In freier Wildbahn beträgt das Lebensalter bis zu 10 Jahren wobei sie in Gefangenschaft bis zu 16 Jahre alt werden können. Der Steinmarder ist dafür bekannt das er in Hühnerställen, Gebäuden, Dachböden oder ebenso Auto´s eindringt und verweilt und auch Schaden anrichtet. Oft tötet er mehr Beute als er verzehren kann. Die machte ihm oft zu den negativen Marder.






Steinmarder im Haus und Auto


Steinmarder Tot
Steinmarder Tot

Der Steinmarder hat eine besondere Neigung entwickelt. Er durchbeisst gern Gummischläuche und Kabel in PKW´s und richtet dabei z.T. größere Schäden an. Dies tut er meist in der Nacht und auch in Großstädten, wo man ihn eigentlich gar nicht vermutet. Dabei ist dieses Verhalten des Steinmarders ein ganz natürliches Erkundungsverhalten. Weiche Objekte mit starkem Eigengeruch ziehen ihn magisch an und wenn diese dann in kleinen Höhlen (Motorraum) kann er einfach nicht mehr widerstehen und beisst zu. Aufgrund des stärkeren Eigengeruchs sind naturgemäß Neuwagen häufiger betroffen. Insbesondere wenn diese abends noch gefahren sind und eine spürbare, heimelige Restwärme abstrahlen. Der Motorraum ist oft auch Spielplatz der jungen Steinmarder. Die meisten Kabelbisse werden im Frühjahr bzw. Frühsommer registriert, wenn die Paarungszeit bevorsteht und die Männchen aggressiver werden.

Der Steinmarder
Der Steinmarder

Was kann man dagegen tun?

Nachdem wir bereits zweimal selber betroffen waren, haben wir jetzt immer ein Bündel Hundehaare im Motorraum aufgehängt. Bislang wirkt es sehr gut. Einmal im Jahr tauschen wir die Haare aus, damit es weiter nach Hund riecht.

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Unterscheidungsmerkmale zum Baummarder:


 

Steinmarder Baummarder
Kopf- und Rumpflänge 37 – 52 cm 41 – 52 cm
Gewicht 700 – 2000g 850 – 1900 g
Fellfarbe graubraun kastanienbraun
Nasenspiegel fleischfarben dunkel
Pfotenbehaarung wenig behaart stark behaart
Lebensraum Offenland, Siedlungsbereich zusammenhängende Wälder und Hecken
Lebensweise Kulturfolger Waldebewohner
Kopfform abgerundet zugespitzt





Buchtipp zum Steinmarder


Buchtipp Fuchs und Marder
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Fuchs und Marder: Erfolgreich bejagen

Der Verfasser schildert prägnant und umfassend die wichtigsten und reizvollsten Arten des Waidwerks auf diese Tierarten, ohne dabei auf die biologischen Grundlagen zu verzichten. Es ist aber nicht mehr als ein Einstieg in die Bejagung von Fuchs und Marder. Wer sich an die in diesem Buch aufgestellten Grundsätze hält, wird sicher Erfolg haben. Wie immer setzt sich Hespeler kritisch mit der Jagd und deren Methoden auseinander, was insbesondere hinsichtlich der Fuchsbejagung nicht immer ausreichend in der sonstigen Jagd. Literatur und Presse geschieht. Jeder Jäger kann aus diesem Buch lernen und dann auch „jägerische Freuden“ daraus entwickeln, insbesondre was die Motivation zur Fuchs- und Marderjagd angeht. Praktisch ist das Format mit Plastik-Einband, so kann man es auch mal mit ins Revier nehmen. Insgesamt lesenswert, nicht zuletzt auch wegen des humorvollen aber eben auch kritischen Still’s des Autors! Sollte in keiner Jäger Bibliothek fehlen.

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Von Mardern und Menschen. Das Buch der Steinmarder
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Dr. Beate Ludwig ist Biologin und beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit Marderartigen. Im Rahmen eines Forschungsprojektes an der Universität Gießen beobachtete sie über viele Jahre hinweg das Verhalten von Stein- und Baummardern, Hermelinen, Mauswieseln, Iltissen, Frettchen und Minks. Viele Tiere begleitete sie über ihr ganzes Leben hinweg, was ihr tiefe Einblicke in das Wesen und die Charaktereigenschaftern der verschiedenen Marderarten ermöglichte.
Die Autorin ist außerdem als Tierfotografin tätig. Dabei ist es nicht ihr Ziel, möglichst dekorative Aufnahmen zu erstellen, sondern die Tiere in typischen Lebenssituationen zu zeigen oder spezielle Verhaltensweisen im Bild festzuhalten.
Hinter Beate Ludwigs Büchern steckt also fundiertes Fachwissen! Trotz des wissenschaftlichen Hintergrunds sind die Bücher leicht verständlich und anschaulich geschrieben.

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Steinmarder Video



 





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