Eulen Steckbrief

Eulen Steckbrief


Buchtipp Eulen
Buchtipp Eulen

Die meisten Eulen sind nacht- oder dämmerungsaktiv und schlafen am Tage. Eine Besonderheit ist das die Eule ihren Kopf bis zu 270° Drehen kann und so ein sehr weites Sehfeld hat. Fast alles Eulenarten gelten in Deutschland als gefährdet und werden unter besonderen Schutz gestellt.

Durch ihre große Flügelfläche und besonderen Form der Federn können die Eulen fast geräuschlos fliegen. Bei uns in Deutschland gibt es 13 verschiedene Eulenarten. Die wichtigsten werden euch nun vorgestellt.


Eulen – Zoologische Einteilung


Wissenschaftlicher
Name
Strigiformes
Unterstamm Wirbeltiere (Vertebrata)
Reihe Landwirbeltiere (Tetrapoda)
Klasse Vögel (Aves)
Ordnung Eulen





Übersicht der Eulen


Uhu (Bubo Bubo)


Uhu
Uhu

Der Uhu (Bubo Bubo) ist die größte Eulenart bei uns. Er ist ungefähr Adlergroß mit einer massigen Gestalt. Er hat ausgeprägte Federohren. Die Auges des Uhu´s sind orangerot. Seine Füße sind bis zu den Zehen befiedert. Als Nahrungsspektrum nimmt der Uhu alles Säugetiere bis zu einer Größe eines Dackels und sowie auch viele Kleinvögel. Diese Eulen Art lebt meist monogam.

Die Hassreaktion der Rabenvögel und Greifen gegen Eulen wurde früher zur Hüttenjagd auf Krähen und Greifvögel genutzt. Die Brutzeit liegt bei ca. 31-37 Tagen. Die Uhu Eulen brüten meist in verlassenen Horsten ihrer 3-5 Eier aus. Die Reviergröße ist ca. bei 50ha, wobei das Jagdgebiet größer ist.

Buchtipp : Der Uhu


Waldkauz (Strix aluco)


Waldkauz
Waldkauz

Der Waldkauz (Strix aluco) ist einer der häufigsten Eulen in Mitteleuropa. Sie ist etwa Krähengroß, mit einem massigen Körper, dicken und runden Kopf, mit dunklen Augen. Die Grundfärbung des Gefieders ist dem Waldkauz variabel zwischen graubraun bis rotbraun (Rindenfärbung). Auffällig bei der Eule sind die längsflecken. Der Waldkauz lebt monogam und brütet die 2-5 Eier 28-30 Tage in alten Kobeln,Krähen- oder Bussardnestern aus. Als Nahrung dienen hauptsächlich Mäuse und Kleinvögel bis zu einer Größe von Tauben. Wie die meisten Eulen ist der Waldkauz auch Nacht- und dämmerungsaktiv. Optimale Biotope des Waldkauz brauchen nicht sehr groß sein. Hier reichen der Eule schon 6-8 ha.

Buchtipp : Der Waldkauz


Raufußkauz (Aegolius funereus)


Raufußkauz
Raufußkauz

Der Raufußkauz (Aegolius funereus) ist etwa taubengroß mit großen rundem Kopf. Die Füße dieser Eule sind bis hin zu den Zehen weiß befiedert. An beiden Seiten des Schnabels hat der Raufußkauz dunkle Längsflecken. Die Augen dieser Eulenart sind gelb. Die Nahrung umfasst zum größten Teil Mäuse, Kleinsäuger und Kleinvögel. Die Brutzeit beträgt 26-27 Tage.

Ein Gelege dieser Eule besteht meist aus 3-8 Eiern die nach dem Schlüpfen ca. 4-6 Wochen von den Euleneltern betreut werden. Die Sterblichkeitsrate ist im ersten Jahr mit ca. 75% sehr hoch.

Buchtipp : Eulen & Käuze


Steinkauz (Athene noctua)


Steinkauz
Steinkauz

Der Steinkauz (Athene noctua) ist eine kleine Eule. Sie ist etwa Amselgroß mit gedrungennen Körper und kurzem Stoß. Der Kopf ist sehr flach und breit sowie die Füße auffällig lang gegenüber den anderen Eulen. Die Augen des Steinkauz sind schwefelgelb mit deutlichen Augenbrauen. Die Flugweise des Kauz ist ähnlich eines Specht. Der Steinkauz hat ein erdbraunes Gefieder mit dichten, weißen Flecken. Das Gelege der Steinkauz Eulen mit 3-5 Eiern wird ca 22-30 tage bebrütet. Oftmals trifft man ihn auf Dachböden und in alten Mauerlöchern an. Der Steinkauz ist ein ausgesprochener Bodenjäger.

Buchtipp : Der Steinkauz


Sperlingskauz (Glaucidium passerinum)


Sperlingskauz
Sperlingskauz

Der Sperlingskauz (Glaucidium passerinum) ist eine sehr kleine Eulenart und gerade mal Faustgroß. Der Kopf ist klein und plump mit einer flachen Stirn. Die Augen des Kauz sind gelb. Das Gefieder dieser Eule ist oberseits dunkelbraun mit kleinen weißen Flecken und unterseits heller.

Bei Erregung wippt der Sperlingskauz mit dem Stoß (Schwanz). Diese Eule brütet in Baumhöhlen ihre 3-5 Eier aus. Die Brutzeit liegt bei ca. 28-29 Tagen. Selten sind auch 2 Gelege im Jahr möglich. Die Eulen Jungtiere sind bereits nach einem Monat flügge und nach 8 Wochen selbstständig.

Buchtipp : Eulen & Käuze


Sumpfohreule (Asio flammeus)


Sumpfohreule
Sumpfohreule

Die Sumpfohreule (Asio flammeus) ist etwa Bussardgroß. Am Tage sitzt die Eule meist gut getarnt durch das eigene Gefieder dicht am Stamm eines Baumes. Der Stoß dieser Eule ist keilförmig. Die Sumpfohreule hat einen sehr runden Kopf mit kleinen Federohren. Das Gesichtsfeld ist sehr hell und die gelben Augen sind schwarz umrandet. Die Oberseite ist cremefarben mit hell- bis dunkelbraun quergebänderten Flecken. Die Unterseite der Sumpfohreule ist cremefarben bis weiß und mit dunklen Strichen längs gebändert. Es gibt im hohen Norden auch sehr weiße Sumpfohreulen. Die Brutzeit liegt bei ca. 28 Tagen und das Gelege besteht meist aus ca. 4 – 8 Eiern.

Buchtipp : Eulen & Käuze


Waldohreule (Asio otus)


Waldohreule
Waldohreule

Mit einer Länge von 35 – 37 cm und einer Spannweite von 84 – 95 cm ist die Waldohreule (Asio otus) etwa so groß wie die Schleiereule. Männchen und Weibchen sind äußerlich kaum zu unterscheiden. Das Weibchen wiegt mit durchschnittlich 300 g etwa 50 g mehr als das Männchen. Besondere Merkmale der Waldohreule sind die orangegelben Augen und die langen Federohren, die jedoch im Flug und im Ruhezustand ganz angelegt werden können. Die Oberseite der Waldohreule ist gelblichbraun mit graubrauner Sprenkelung und Marmorierung. Das Bauchgefieder ist hell rostgelb mit kräftigen dunklen Längsstreifen und feiner Querbänderung. Die hellen Flügelspitzen haben mehrere dunkle Querbänder. Die Waldohreule kann mit der Sumpfohreule verwechselt werden, von der sie sich aber durch die großen Federohren und die Augenfarbe (bei der Sumpfohreule braunschwarz) unterscheidet.

Buchtipp : Waldohreule


Schleiereule (Tyto alba)


Schleiereule
Schleiereule

Die Schleiereule (Tyto alba) ist mit 33 – 38 cm etwa so groß wie die Waldohreule. Männchen und Weibchen sind äußerlich nicht zu unterscheiden. Das Weibchen wiegt mit durchschnittlich 340 g nur wenig mehr als das Männchen (315 g). Charakteristisch für die Schleiereule sind die schwarzen Augen und der typische herzförmige Gesichtsschleier, nach dem sie ihren Namen hat und durch dessen Form und Farbe sie leicht von allen anderen Eulen zu unterscheiden ist. Der Gesichtsschleier ist veränderlich und die Schleiereule kann damit richtige Grimassen schneiden. In Europa gibt es zwei Farbvarianten. Im westlichen und südlichen Europa ist die Schleiereule sehr hell, an der Unterseite weiß bis gelbweiß ohne Fleckung. Das Gelege besteht aus 4-7 Eiern und hat eine Brutzeit von ca. 30 -34 Tagen.

Buchtipp : Die Schleiereule






Allgemeines zu den Eulen


Auf-Jagd-LogoAuf der ganzen Welt gibt es ca. 200 Eulenarten in alles Größen vom 70g leichten Sperlingskauz bis zum 3 kg schweren Uhu, jedoch bei uns sind es gerade mal 13 die häufig vorkommen. Als Lebensraum sind die Eulen bei uns überall anzutreffen. Besonders das Gehör so wie ihr Sehvermögen bei Nacht ist sehr gut ausgeprägt und besser wie bei den meisten anderen Vogelarten. Für viele gibt es nur die eine Art der Eule, jedoch ist dieses Erscheinungsbild falsch denn es gibt eine hohe Artenvielfalt dieser Vogelgruppe, um die verschieden Klimabereiche und Lebensräume zu besiedeln.

Die Eulen jagen nicht nur im Wald sondern auch in der Wüste, an Gewässern, im Schilf oder im Wald. Alles Eulen sind Fleischfresser und Jäger. Als Nahrung bevorzugen die Eulen Mäuse aber insgesamt gesehen fressen sie so ziemlich alles Regenwurm, Schmetterlinge, Fische, Reptilien und andere Säugetiere bis zu einer Größe eines Jungfuchs. Der Jagdinstinkt ist den Eulen angeboren.


Aussehen der Eulen


Der Grundbauplan der Eulen ist relativ einheitlich.. Auf dem gedrungenen Körper sitzt ein runder, dicker Kopf mit kurzem, gebogenem Schnabel. Die Eulen sind geschickte Räuber und greifen die Beute mit ihren scharfen Krallen und töten sie dabei. Es sind sogenannte „Grifftöter“. Die großen, runden Augen sind äußerst Lichtempfindlich und können bereits bei wenig Restlicht Formen und Bewegung wahrnehmen.

Steinkauz
Der Steinkauz

Die Entfernung können die Eulen gut durch die nach vorne gerichteten Augen einschätzen und plastisch sehen. Das Sehvermögen ist auf die Entfernung eingestellt. Um nahe Objekte scharf zu sehen, trippeln Eulen vor und zurück oder müssen den Kopf nach hinten bewegen. An den Schnabelseiten und den Zehen sitzen sensible Tastborsten. Das Gefieder der Eulen ermöglicht ihnen einen „Flug mit Schalldämpfer“. Die Federfahne ist flauschig locker, der Kiel besonders elastisch. Die sägezahnartigen Ränder der Schwingenfedern brechen den Luftwirbel und schlucken so jedes Geräusch des Flügelschlags, und das sogar im Ultraschallbereich.


Lebensweise und Merkmale


Hochsitz im Wald
Hochsitz im Wald

In der völligen Dunkelheit können sich die Eulen allein nach den Geräuschen orientieren. Der typische Gesichtsschleier ist ein Teil des Gehörsinns. Die steifen Federn verstärken die Schallwellen und lenken sie zu den Gehörgängen an den Kopfseiten. Die beweglichen „Federohren“ haben nichts mit dem Hören zu tun. Sie dienen der Verständigung zwischen den Eulen. Singvögel erkennen das „Eulen-Schema“ automatisch und schlagen sofort Alarm um sich zu schützen. Zur Tarnung tagsüber besitzen die meisten Eulen ein laub- oder rindenfarbiges Gefieder. Einige der tagaktiven Eulen haben sogar ein sogenanntes „zweites Gesicht“ entwickelt. Sie tragen auf der Kopfrückseite eine gesichtsähnliche Zeichnung aus hellen und dunklen Federn. Zur weiteren Abschreckung können die Eulen auch das Gefieder sträuben, die Augen weit Aufreißen und die Schwingen zur Drohstellung weit auffächern. Die Verdaungssäfte der Eulen sind nicht so ätzend wie bei den Taggreifen.

Deshalb sind auch in den Gewöllen (das ist der Kot der Eulen) noch unverdaulich Nahrungsreste vorhanden. Eulen bauen keine eigenen Nester. Die meisten Eulen sind Nahrungsopportunisten und legen Beutedepots an. Die Eulen sind eigentlich ausschließlich Nacht- und Dämmerungsaktiv, bis auf einige wenige Käuze, die auch am Tage zu sehen sind. Obwohl es auch Eulenarten gibt, die Insekten jagen, ja selbst solche, die Fische fangen, gehören für die meisten kleine Nagetiere wie Mäuse zur Hauptbeute. Tagsüber ruhen Eulen und halten sich gern in einem Versteck auf. Das mag eine Baumhöhle sein, aber auch eine natürliche Felsnische oder Nischen in alten Gebäuden, wo sie ungestört sind.

Werden sie entdeckt, verhalten sie sich ruhig und fliegen nicht davon, da sie vom Tageslicht geblendet sind und nicht zu sehen imstande sind. Bei Anbruch der Dunkelheit erwachen Eulen und begeben sich auf Futtersuche. Einige Arten, die im Wald leben, sitzen auf einem hohen Platz und warten auf zufällig vorbeikommende Beutetiere. Andere Arten fliegen umher und stoßen von oben auf ihre Beute herab. Bei der Jagd hilft ihnen nicht nur ihr weiches Gefieder, das einen fast lautlosen Flug ermöglicht, sondern auch ihr gutes räumliches Hörvermögen. Damit können Eulen selbst kleinste Bewegungen hören und die Geräuschquelle zielsicher orten. Dadurch sind Eulen selbst in dunkler Nacht bei der Jagd erfolgreich.






Aberglaube um die Eulen


Schleiereule
Schleiereule

Die Eulen mit ihren auffällig großen Augen, den wangenähnlichen Gesichtsflächen, dem an eine stark gebogene Nase erinnernden Schnabel und der aufrechten Haltung unterscheiden sich so deutlich von anderen Vogelgattungen, dass es sehr viel unterschiedlichen und teilweise widersprüchlichen Aberglauben rund um diese Vogelfamilie gibt. Der Aberglaube differenziert dabei selten zwischen den einzelnen Eulenarten. Für den Aberglauben ist es in der Regel nicht wichtig, ob es sich bei der verwendeten Eulenfeder um die einer Zwergohreule oder die eines Uhus handelt. Als am nächsten zum Menschen lebende Art wird jedoch die Schleiereule in abergläubische Rituale involviert gewesen sein.


Buchtipp zu den Eulen


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Buchtipp Eulen
Buchtipp Eulen

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Video über die Eulen







Bildquellen: Uhu – Kathrin Brechbühler  / pixelio.de, Waldkauz – Kurt F.Domnik  / pixelio.de, Raufußkauz – wikipedia.de, Steinkauz – Gary Robinson  / pixelio.de, Sperlingskauz – strichcode  / pixelio.de, Sumpfohreule – wikipedia.de, Waldohreule – Petra Dirscherl  / pixelio.de, Schleiereule – Kurt F. Domnik  / pixelio.de