Taubenjagd Know How

Die Taubenjagd wird in der Regel mit der Flinte ausgeübt, wobei vorher auf dem Schießstand das Schießen auf Wurftauben geübt werden sollte, denn Ringeltauben sind sehr schnelle und wendige Flieger. Es sollte auf jeden Fall ein brauchbarer Hund bei der Jagd dabei sein, denn oft ist es ohne Hunde quasi unmöglich die erlegten Tauben in zum Beispiel dichten Sträuchern zu finden. In Revieren mit gutem Taubenbestand.






1. Wo will ich Tauben jagen?

 Taubenjagd braucht vorarbeit. Recherchiert vorher gut, wann und wo die Tauben fliegen, dort sucht ihr euch Deckung. Gut eignen sich dafür Maisfelder oder andere Stellen, in der ihr euch vor den Tauben verstecken könnt. Denn nur wer auch weiß wo sich die Tauben aufhalten und einfliegen kann diese auch bejagen. Oftmals sind diese Plätze an Feldrändern mit Eichenbäumen. Revierübergreifende Taubenjagd halten die Tauben auf Trapp sozusagen am Fliegen, denn diese finden so nur schwer ruhige Plätze wo die Tauben ständig bleiben.

2. Wie tarne ich mich?

 Das hängt von eurer Deckung ab. Steht ihr im Mais, ist es am besten wenn ihr euch grün bis gelblich-grau anzieht, euch mit Handschuhen und Geschichtsmaske tarnt und in der zweiten bis dritten Maisreihe auf die Geringelten wartet. Ist keine natürliche Deckung vorhanden, kann man sich auch einen Schirm bauen. Empfehlungen dafür findet Ihr hier im Blog. Tauben äugen sehr gut und daher ist eine Tarnung die dem Hintergrund angepasst ist sinnvoll. Das heißt z.B. bei Schnee brauchen wir für die effektive Taubenjagd eine Tarnung aus einem alten Bettlaken. Passende Tarnschirme für die Taubenjagd oder auch andere Jagseinsätze findet ihr unter Jägerdeals.

3. Wie locke ich?

Gelockt wird mit Hilfe von Lockattrappen. Um eine gute Lockwirkung bei der Taubenjagd erzielen zu können solltet ihr mindestens 15 Locktauben aufstellen. Die Attrappen sollten in U-Form gegen den Wind aufgestellt werden, denn so kann man die einfallenden Tauben quasi steuern, da sie oft in der Mitte des U landen wollen. Um auch die Tauben in weiter Entfernung auf die Attrappen aufmerksam zu machen, ist es möglich, ein paar Attrappen in hohe Bäume zu hängen.

Die Lockjagd wird nicht nur am Jagdtag genutzt sondern auch schon Tage vorher. Das heißt man soll die Tauben ein Platz zur Verfügung stellen an denen Sie sich aufhalten wollen. Dies gelingt durch das ankirren mit Mais. Dieser wird großflächig verstreut. (Achtung Kirrverordung) Auch ein wenig Streusalz im Kirrgut bewirkt wunder. Das alles sollte Tage vorher regelmäßig durchgeführt werden. So werden die Tauben diese Platz in Erinnerung haben und gerne anfliegen.


4. Welche Lockmittel eignen sich?

In der Regel reicht es, wenn ihr ganz normale Plastiktauben für die Taubenjagd zulegt. Manche Leute schwören auf beflockte Locktauben, wir sind der Meinung, dass die normalen genügen. Beim Kauf der Tauben kann zwischen Halbschalen und Vollkörpertauben variiert werden, einige pickende Vollkörpertauben sollten allerdings schon dabei sein. Ein absoluter Magnet ist das Taubenkarussell! Dieser simuliert das Einfallen der Tauben. Wer vorerst sparen will, kann es auch mit normalen Gleitern probieren, denn auch diese locken durch ihr vorgetäuschtes Einfallen hervorragend.

Bei der Krähen- und vor allem bei der Taubenjagd ist Bewegung im Lockbild ein nicht zu unterschätzender Faktor. Neben dem Krähenmagnet und dem Taubenkarussel gibt es noch eine dritte Möglichkeit, das Lockbild in Bewegung zu bringen: Den Tauben-Wackler. Dabei handelt es sich um eine Halterung für Halbschalen-Lockvögel aus Federstahl, die den starren Erdspieß ersetzt.


5. Wann wird geajgt?

Die besten Erfolge bei der Taubenjagd erzielt man die ersten 3-4 Stunden nach Sonnenaufgang. Die Tauben sind hier auf Nahrungssuche und sehr Aktiv. Jedoch sollte das Wetter auch mitspielen. Nasse, bewölkte oder stürmische Tage haben bei uns schlechtere Ergebisse gezeigt. Zur Mittagszeit wird es meist etwas ruhiger, dies lockert sich aber meist am frühen Nachmittag. An den Abendstunden hat man nochmal die Chance an den Schlafbäumen die einfallendenn Tauben zu erlegen. Diese sollte man vorher auskunden damit ihr wisst wo die Ruheplätzte bzw. Schlafbäume der Tauben sind.


6. Welche Patrone verwende ich?

Schrotpatronen für die Taubenjagd sollten nicht zu groß gewählt werden. Sommertauben können guten Gewissens mit Trappatronen beschossen werden. Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass größere Schrote nicht besser sind, kleiner als 2,4 mm sollten sie aber nicht sein. Die Taubenjagd stellt an den Schützen hohe Anforderungen bei der Bejagung. Kleine schnell fliegnde Ziele. Oftmals werden Tauben beschossen die viel zu weit weg sind. Hiervon raten wir ab. Einmal aus Waidmännischen gründen sowie auch das unsere Erfahrung gezeigt hat das die Tauben oftmals näher einfliegen um eine optimale Schussentfernung zu ereichen. Je nach Schütze liegt diese bei ca 20 – 30 m

Im Winter sind Tauben etwas Schusshärter, trotzdem sollte nicht all zu große Schrotstärken gewählt werden, da sonst die Streuung nicht mehr eng genug ist. 2,8 mm 32 Gramm, mit diesen Patronen solltet ihr auf der sicheren Seite sein, nicht zu groß und nicht zu klein. Wir emfpehlen daher Die Patrone „Ideal Taube“ von Rottweil. Standard Chokes sind vollkommend ausreichend.






7. Was mache ich mit den erlegten Tauben?

 Ist man sich sicher, dass die Taube wirklich erlegt wurde und nicht noch krank am Boden liegt, können die Tauben vorerst im Lockbild liegen gelassen werden. Das Lockbild kann immer gut mit den erlegten Tauben erweitert werden, jedoch besteht so das Problem, das der Hund die falsche Taube apportiert, und nicht diejenige, die gerade geschossen worden ist. Wichtig ist hierbei jedoch das die geschossenen Tauben nicht auf dem Rücken oder der Seite Liegen. Sie sollte aufjedenfall aufgerichtet werden. Warme Tauben sollten nich auf dem „Haufen“ geworfen werden sondern nebeneinander zum auskühlen liegen. Nach der Jagd sind diese zu verwerten oder im Kühlhaus zu lagern. Wenn man die Tauben nicht zum Wildhändler und diese auch nicht komplett Rupfen will dann ist unser Tip: löst die Brüste aus den Tauben. Dies gelingt sehr schnell mit wenig mühe und aufwand. Die Brüste gelten als Delikatesse nicht nur bei den Jägern und sind in der heimischen Küche oft begehrt. Zartes Fleisch erinnert an Mini-Steaks oder Medallions. zum Auslösen der Messer werden die Federn incl. Haut von den Brüsten zur Seite gezogen und anschließend mit einem scharfen nicht zu großen Messer am Brustbein entlang abgeschärft.

Viel Waidmannsheil bei der Taubenjagd!

Wir hoffen, dass wir euch mit diesen Tipps eine gute Grundlage schaffen konnten, um Zukünftig erfolgreich und waidgerecht jagen zu können. Habt ihr weitere Tipps, Anregungen oder Verbesserungsvorschläge? Lasst sie uns hören!