Fuchsjagd – Praxistipps

Jagd Know How

Anfang Juni sind viele Wiesen gemäht und ziehen die Füchse magisch an. Die Jungfüchse sind mittlerweile zum Großteil alleine unterwegs. Doch auch wer sich der Jungfuchsbejagung schon intensiv gewidmet hat sollte wachsam sein. Man ist überrascht wo überall wieder Füchse auf gemähten Wiesen auftauchen. Eine spannende und erfolgreiche Jagd verspricht der Einsatz einer Vogel- oder Hasenklage in Kombination mit dem Wackelhasen oder unserem Prädatorenmagneten. Zusätzlich zum akustischen Reiz durch die Klagelaute bietet man dem Fuchs einen optischen Reiz, der selbst alte Füchse häufig jede Vorsicht vergessen lässt. Doch wie geht man vor, um möglichst effektiv zu jagen? Hier ein paar Anregungen zur Fuchsjagd.

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1. Raubwild im Winter jagen

Schnee und Frost sind beides perfekte Vorraussetzungen für die Jagd auf den roten Freibeuter die Fuchsjagd. Ist der Schnee allerdings durch kurzes antauen und wieder gefrieren verharscht macht das das Pirschen mit dem Schneetarnanzug leider unmöglich. Aber auch der Ansitz bringt ja bekanntlich sehr gute Erfolge bei der Fuchsjagd. Durch Locker wie die Hasenklage oder auch das Rottumtaler Vogelangstgeschrei incl. Raubwildmagnet (Produktinfo hier) lässt sich der Erfolg stark steigern. Man überlässt es nicht dem Zufall ob man Waidmannsheil hat oder nicht. Das macht für mich den Reiz der Lockjagd aus. Kennen Sie schon den Wackelhasen? Dieser schliesst die Lücke zwischen Akkustik und Optik. Arbeitet man nur mit der Hasenklage kann es sein das die Füchse häufig skeptisch werden, weiträumig umschlagen oder holen sich Wind usw. Wenn wir dem Fuchs jedoch eine vermeintlich leichte Beute präsentieren konzentriert er sich stärker auf diese und die Illusion mit der Hasenklage ist perfekt.

2. Der Luderplatz bei der Fuchsbejagung

Wenn Du einen Luderplatz anlegst, solltest du dringend die für das Revier zuständigen Verordnungen beachten. Die sind je nach Bundesland sehr unterschiedlich. In NRW ist das Ankirren von Füchsen ausschließlich mit Aufbrüchen von Wild, oder Fallwild sowie Teilen davon erlaubt. Auch wenn Fischhaltige Pellets, wie zum Beispiel viele “Katzen- Breckis” oder “Frolik´s” manchmal sehr wirkungsvoll sind. Viele Jäger sagen das sie früher Schlachtinnereien von Geflügel als Luderzusatz nehmen. Diese werden von den Roten Gaunern besonders gerne angenommen. Jedoch muss hier das jeweilige Jagdgesetz beachtet werden ob dieses auch zulässig ist. Ist der Luderplatz angenommen dann muss der Jäger Wissen wann kommt der Räuber zum Fressplatz um eine perfekte Ansitztatik aus zu tüffteln. Entweder mit der Wildkamera die ständig Bilder schickt oder mit der Wilduhr ist dieses einfach möglich. Die Fuchsjagd ist ein sehr breites Spektrum an Möglichkeiten. Jeder Jäger entwickelt mit der Zeit seine eigenen Erfolgsstrategien

3. Schleppe ziehen für den Rotrock

Das Ziehen von Duft-Schleppen, um den Fuchs zur Falle zu bringen, war schon immer gang und gäbe. Obwohl Reineke am Ende einer Schleppe besonders vorsichtig ist und nach meinen Erfahrungen nicht unbedingt gleich einen Köder im Eisen annimmt. Umso interessanter ist es, den Nachtansitz auf den Fuchs mit einer Schleppe vorzubereiten. Zunächst scheint es simpel, eine Schleppe zu ziehen, aber auch hier muss man sich Gedanken machen.Der Hauptknackpunkt ist die menschliche Wittrung bei der Fuchsjagd. Die darf nicht im Vordergrund stehen! 3 Dinge sind also bei einer Schleppe zu beachten: Die Schleppe für den Nachtansitz muss bereits am Mittag zuvor gezogen werden. Selbst wenn ein Fuchs die menschliche Wittrung noch wahrnehmen sollte, hat sie keine Bedeutung mehr für sein Fluchtverhalten.

Tipps für die Fuchsschleppe

1. Man verwendet intensiv riechendes Material, am besten den Aufbruch eines Stückes Rehwild. Der Aufbruch wird in ein Zwiebelnetz gegeben und dann über den Acker gezogen.

2. Mit der Schleppe beginnt man am Hochsitz und zieht sie von dort aus in die Landschaft. Jede natürliche Duftspur hat die Eigenart, in Richtung ihres Verursachers an Wirkungsstärke zuzulegen. Bei der Schleppe ist das allerdings nicht so. Je länger man sie zieht, desto mehr Erde und Laub haften dem Schleppgut an.

3. Die Intensität der Duftspur lässt nach. Also zieht man die Schleppe falsch herum, damit die Füchse sich nicht mit der Richtung vertun.

4. Schon gewusst? Eine Brücke bauen!

Es sind immer wieder Bachläufe, die die Ansitzjagd auf den Fuchs besonders interessant machen. Am Wasser gibt es vielfältigen Fraß. Wenn die nächtliche Suche nicht erfolgreich war und Reineke Gefahr läuft, mit knurrendem Magen den Tag verbringen zu müssen, schaut er zuvor noch mal am Ufer des Revierbaches nach. Dass der Fuchs gern in der Nähe des vorhandenen Hochsitzes Gewässer überquert, erreicht man mit Hilfe einer Baubohle, eines Balkens oder eines alten Eisenträgers. Eine dieser Brücken legt man in Schrotschussentfernung über den Bach. Selbst bei Fließgewässern, die problemlos übersprungen werden könnten, nutzen Füchse diese Hilfe gern, ebenso übrigens auch anderes Raubwild. Sie ändern sogar ihren Pass, um am Morgen die Brücke zu benutzen. Auch frisch gemähte Wiesen sind ein Paradis für den Rotrock. Hier sucht er nach Mäusen und Fallwild durch das mähen. Der Ansitz an diesem Platz ist eine gute Möglichkeit den Fuchs anzutreffen.




5. Wann wird gejagt?

Wann ist der Fuchs untwerwegs? Das wieiß wohl nur der Fuchs selbst, aber im Grunde kann man sagen es geht in der Dämmerung los. Die Erfahrungen haben gezeigt das der Fuchs ab Sonnenuntergang aktiv wird. In der Früh kann man ihn bis in den frühen Morgenstunden antreffen. Ab dem 1 Mai , so sagt die Faustregel spielen die Fuchsjungen am Bau. Hat mein einen Bau erkundet heißt es Sitzfleisch und darauf warten das die Fuchswelpen Übertage kommen. Oftmals haben wir Füchse in der Nacht mit einer starken Lampe angeteroffen. Die grellen Lichter des Fuchs sind deutlich vom Rehwild zu unterscheiden. Jedoch lässt das Gesetz eine Bejagung mit einer künstlichen Lichtquelle nicht zu.

6. Die Lockjagd auf den Fuchs

Hasenklage, Mauspfeifchen und andere Fuchs-Locker werden immer wieder erwähnt. Jedoch ist diese Art der Bejagung auf dem Fuchs immer mit Vorsicht zu genießen. Diese Lockinstrumente sollten durchdacht angewendet werden, da man den Räuber mit den Lockern sehr schnell vergrähmen kann. Mit ein wenig Übung kann dadruch aber der Erfolg deutlich gesteigert werden und den Fuchs auf Schussposition bringen. Wichtig ist das man sich in dem Fuchs reinversetzt wie dieser denkt. Was würdet ihr anstelle des Fuchs machen. Die richtige Handhabung von Lockern wird in Seminaren von Spezialisten und auch Online bzw auf Lern-DVD´s gezeigt um größt möglichen Erfolg zu bringen.

7. Fallenjagd und Kunstbauten

Es ist nicht nur allein die Ansitzjagd, die den Erfolg bei der Raubwildbejagung bringt sondern ein guten Mix aus verschiedenen Jagdarten. Kunstbauten die auch mit Fallen integriert werden können sind 365 Tage im Jahr und 24 Stunden am Tage Aktiv. Vorsicht aufjedenfall bei den Lebendfallen, da diese täglich kontrolliert werden müssen. Hier gibt es aber mittlerweile sehr günstige und zuverlässige Übertragungsmöglichkeiten um die Aktivität aus der Ferne zu kontrollieren. Den Fuchs zu einer bestimmten Zeit anzutreffen ist nicht immer einfach. Dies kann durch eine Fallenjagd die im Revier an mehreren Stellen gemacht werden kann sehr gut möglich. Der Fuchs ist neugierg und gerade zu der Ranzzeit möchte diese alle Bauten absuchen um Paarungskandidatinen zu finden. Hier ist nun die Chance mit dem Bauhund den Fuchs vom Kunstbau zu drücken. Auch Mäuseburgen reizen den Fuchs sehr. Diese Futterstelle für das Raubwild ist immer wieder ein anlauf Punkt für den Rotrock um einfach an Beute zu gelangen.

7. Ein paar kleine aber sehr wichtige Tipps für den Luderplatz:

– wähle eine Stelle für die Fuchsjagd, die sowieso schon regelmäßig von Füchsen passiert wird.

– wähle einen Platz unter Berücksichtigung des optimalen Mondlichteinfalls und der dort vorherrschenden Hauptwindrichtung.

– wähle einen hellen Untergrund, oder helfe dabei mit Stroh oder Sand etwas nach.

– schlage dort auch einen Pflock in die Erde. Hier kannst du gelegentlich etwas Lockstoff (Fuchsurin) anbringen. Später dann machen die Rüden das ganz von alleine regelmäßig.

– Wenn Du nicht täglich die Fuchskirrung kontrollieren oder beschicken kannst, dann friere dir einen großen Luder-eisblock (Wassereimer) ein. Die “Eisbombe” sollte aus gut verquirlten kleinen Luderstücken, viel Schweiß und Wasser bestehen. (nimm keinesfalls Fisch, wenn er nicht erlaubt ist) Diesen Block gräbst du bündig ins Erdreich ein und deckst du an der Oberfläche nur mit einer dünnen Grassode ab. Der Effekt ist folgender:

Auf Grund der Isolierung taut immer nur ein kleiner Teil der Oberfläche an und Reineke kann immer nur etwas fressen/mitnehmen. Dadurch bleibt diese Kirrung je nach Außentemperatur für Tage oder sogar Wochen funktionsfähig, ohne dass du dauernd hin mußt.

– wenn du regelmäßig kontrollieren kannst, nehme ein waagerechtes Luderrohr. (Betonrohr von etwa 1m Länge und 20 – 25cm Durchmesser) Das legst du quer zum Ansitz auf den Boden. Darein gehören dann die Kirrbröckchen. Das Rohr hat Kaminwirkung und verteilt den Geruch hervorragend. Außerdem muß Reineke dort breit stehend ein- und wieder ausschliefen. Das Rohr kann man ganz gut mit Erdreich, oder Grassoden verblenden.

Nur, wenn du regelmäßig nachkirrst und die Füchse immer wieder etwas finden, kommen sie regelmäßig zum Nachschauen und du hast einen relativ sicheren Platz um deine Füchse zu erlegen




8. Die Fuchsjagd am Heckbau

Die notwendigste und effektivste Fuchsjagdzeit ist der Mai: Dann spielen Jungfüchse vor dem Heckbau. Niemandem bereitet es jagdliche Freude, spielende Jungfüchse am Bau zu bejagen. Aber diese Jagd ist die mit Abstand natürlichste Art der Fuchsreduzierung. Als es noch flächendeckend Uhus gab, gehörten Jungfüchse zu deren festen Speiseplan. Jäger nehmen also den Platz des Uhus ein – es muss sein! Die hohe Vermehrungsrate des Fuchses ist darauf ausgelegt, Verluste unter den Jungfüchsen zu verkraften.In vielen Hochwildrevieren finden sich Heckbaue im Hochwald oder am Waldrand. Das Bejagen der Jungfüchse erfolgt an einem Tag. Am besten vom frühen Morgen bis zum späten Abend. Man benutzt dazu eine KK-Büchse mit sogenannter Subsonic- Munition und Hohlspitzgeschossen. Die Geschossgeschwindigkeit liegt knapp unter der Schallgrenze. Somit entfällt der Geschossknall. Die Wirkung ist auf Jungfüchse völlig ausreichend, und statt eines Knalls ist nur ein leises Peng zu vernehmen. Das Rotwild, in der Dickung nebenan, wird nur die Lauscher spitzen.

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Jungfüchse am Bau abfangen

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Der Fuchs zählt zu den Gewinnern in unseren Kulturlandschaften. Ohne die Regulierung des Fuchses wird es um die Vorkommen des Niederwilds und anderer bedrohter Beutearten wie zahlreichen Bodenbrütern zunehmend schlechter bestellt sein. Dieses Buch informiert über das breite Spektrum effektiver Bejagungsmethoden und zeigt Wege zu erfolgreicher Fuchsjagd.

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