Jagdarten

Jagdarten

 


Ansitzjagd:

Bei der Ansitzjagd setzten wir uns in der Regel auf eine Kanzel, Leiter oder einem Erdansitz. Oft sitzen wir an Kirrungen und Luderplätzen, da das erwartete Wild dort oft austritt. Aber auch andere Stellen können im Revier beobachtet werden. So stellt man Ansitzeinrichtungen dort auf, wo der Jäger das Wild erwartet. Hier ist besonders auf die Windrichtung zu achten, denn dieses nimmt das Wild wahr.

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Hochsitz des Jägers

 


Pirsch:

Bei der Pirsch sitzen wir nicht auf der Kanzel, sondern versuchen uns dem Wild zu nähern und sich in eine gute Schussposition zu bringen. Eine wichtige Vorraussetzung ist, dass man sich dem Wild gegen den Wind nähert. Da bei der Pirsch selten von Erhöhungen geschossen wird, besteht oft das Problem, das kein Kugelfang gegeben ist, der aber vorhanden sein muss, um einen sicheren Schuss zu garantieren.

Auf-Jagd-Logo


Baujagd:

Bei der Baujagd „sprengen“ wir mit Hilfe eines ausgebildeten Bauhundes den Fuchs– oder Dachsbau. Der Hund dringt in den Bau ein und versucht den Fuchs oder Dachs hinaus zu treiben, der dann von dem oben wartenden Schützen erlegt werden kann. Die Baujagd auf Dachs erweist sich oft als schwierig, denn der Dachs springt selten und versucht den Hund ein zu graben, was man „Verklüftung“ nennt. Der Bau eines Kaninchens ist für den Hund zu klein, darum sprengen wir den Kaninchenbau mit einem Frettchen. Diese Art der Baujagd nennt man Frettieren. Oft wird dem Frettchen eine Glocke umgehängt, durch welche die Kaninchen leicht aus dem Bau getrieben werden können. Oben werden die Kaninchen mit Netzen gefangen oder mit der Schrotflinte erlegt.

Baujagd






Brackenjagd:

Bei der Brackenjagd jagen die Bracken in der Regel einen Hasen aus der Sasse. Bracken sind sehr ehrgeizig und verfolgen den aufgeschreckten Hasen, der jedoch schneller ist. Der Jäger macht sich die Standorttreue des Hasen zu Nutze und wartet in der Nähe der Sasse, zu der der Hase regelmäßig zurückkehrt. Da es sich bei der Brackenjagd um eine Hetzjagd handelt, ist diese erst ab einer Reviergröße von 1000 Hektar erlaubt.

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Brackenjagd
Brackenjagd / Brackieren

Drückjagd:

Die Drückjagd ist eine Form der Gesellschaftsjagd. Schützen Stellen sich an vorher Bekannt gegebenen Stellen auf, Treiber „drücken“ das Wild aus ihren Deckungen. Das Wild zieht in der Regel langsam, so hat der Jäger genug Zeit das Stück anzusprechen und kann einen gezielten Schuss ansetzten. Auch gibt es sogenannte Drückjagdböcke auf denen man dann etwas erhöht steht und ein sicheren Kugelfang bei Schussabgabe erreicht.

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drückjagd


Lockjagd:

Bei der Lockjagd wird das Wild mit allen möglichen erlaubten Mitteln gelockt. Man kann Wild mit Nahrung (Kirrung), Gerüchen, Lauten oder Attrappen locken. Je nach dem, welche Wildart bejagt wird, wird das Wild nach erfolgreichem Locken mit der Flinte oder Büchse erlegt. Am häufigsten passiert dieses bei der Fuchsjagd, Taubenjagd oder Krähenjagd.

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Taubenkarussel
Das Taubenkarussel

Treibjagd:

Die Treibjagd ist wohl die bekannteste der Jagdarten. Bei der Treibjagd wird Wild aus der Deckung getrieben. Oft gibt es eine Treiberkette mit Durchgehschützen, am Ende des Treibens erwarten Vorstehschützen das flüchtige Wild. Der unterscheid zur Drückjagd ist, dass das Wild auf einer Treibjagd flüchtig ist, bei der Drückjagd in der Regel nicht. Auf Hunde kann bei einer Treibjagd auf Niederwild nicht verzichtet werden. Zum Einen helfen die Hunde, das Wild aus der Deckung zu treiben, zum Anderen ist der Hund bei der Nachsuche auf Niederwild unverzichtbar.

Treibjagd


Fallenjagd:

Die Fallenjagd üben wir nicht mit der Waffe aus, sondern wir stellen Lebend- oder Todfangfallen auf um meist Raubwild zu fangen. Lebendfangfallen müssen zwei Mal täglich kontrolliert werden und müssen abgedunkelt sein, Todschlagfallen müssen in einem Fangbunker stehen, außerdem muss auf die Falle hingewiesen werden. Tipps und Tricks zur Fallenjagd erfahrt ihr hier!

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Beizjagd:

Beizjagd, auch Falknerei, ist das Abrichten, die Pflege und das Jagen mit Hilfe eines Greifvogels. Die Jagdart erfordert eine Prüfung zum Falkner der wiederum auch einen Jagdschein voraussetzt.  Feder– und Haarwild sind hierbei Ziel der Jagd. Trotz des deutschen Namens werden bei der Falknerei auch andere Greifvögel als Falken eingesetzt.

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Beizjagd