Wildacker anlegen

Jagd Know How

Wildacker

Gerade in der heutigen Zeit ist es Wichtig unserem Wild eine Möglickeit einen Artenreichen Lebensraum zu geben. Durch die Intensive Landwirtschaft fallen immer mehr Flächen weg die als dauerhafter Lebensraum der Wildtiere genutzt wurde. Allein in einem Jahr werden die Wiesen 5-6 mal gemäht, da kann man sich vorstellen das dort die Verluste der Wildtiere hoch sind. Warum nun Wildäcker anlegen? Es fehlen die Randstreifen und Ruhezonen für unser Wild. Als Brutstätte und zur Jugendaufzucht sind ungestörte Plätze absoulut notwenig. Aber auch eine Landwirtschaft mit Monokultur bringt keine artenvielfalt im Nahrungsangebot für Vegetarier oder Fleischfresser.

Was ist ein Wildacker und Warum?

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Grund und Ziele des Wildackerbaus

Der Wildackerbau zielt darauf hin, dem Wild eine artgerechte Äsungsfläche anzubieten, die es darüber hinaus auch zur Deckung und Schutz vor Beutegreifern sowie menschlich verursachten Störquellen nutzen kann. Diese Wildäsungsflächen stehen dabei oftmals auch in Jahreszeiten zur Verfügung, in denen sonstige Agrarflächen mittlerweile abgeerntet oder vegetationsarm sind (Notzeit), denn der Bewuchs der Wildäcker wird in der Regel stehen gelassen. Dies ist insbesondere im Winter und im Vorfrühjahr wichtig, da das Wild dann seinen Energiebedarf nur schwer decken kann und von den eigenen Reserven zehren muss. Durch Wildäcker kann eine ansonsten notwendige Fütterung eingeschränkt oder sogar ganz unnötig werden. Daneben ist die Verhütung – oder zumindest die Verminderung – von Wildschäden an Wald und Flur weiterer Beweggrund für die Anlage eines Wildackers.

Anlegen des Wildacker

Der Standort eines Wildackers sollte den Lebensgewohnheiten des heimischen Wildes entgegenkommen. Man unterscheidet Wildäcker im Wald von denen in der Feldflur. Wildäcker im Wald werden zumeist in sonniger, ruhiger und ungestörter Lage nahe dem Gebiet angelegt, in denen das Wild seinen Einstand hat. Wildäcker in der Feldflur sollten in Bereichen liegen, die vom Menschen selten aufgesucht werden (Stilllegungsflächen, Waldrandstreifen, unrentable Ackerflächen zwischen Feldholzinseln usw.). Gegebenenfalls unterliegt die Anlage von Wildäsungsflächen landesrechtlichen Einschränkungen; diese sind bei entsprechendem Bedarf vorher in Absprache mit den zuständigen Unteren Jagdbehörden zu prüfen. Darüber hinaus sind alle naturschutz- und wasserrechtlichen Bestimmungen zu berücksichtigen. Der Boden wird – wenn möglich – mit landwirtschaftlichen Maschinen bearbeitet und besät. Die Zugabe von Düngemitteln (Nitrat, Phosphor, Kalium etc.) ist für Schmackhaftigkeit, Wachstum und Standfestigkeit der Wildäsungspflanzen sehr entscheidend und sollte nur bei bereits vorhandenen guten Nährstoffwerten unterbleiben. Eine Gründüngung in Form von Zwischenfrüchten, die hierfür im Vorherbst gesät werden, bietet eine weitere Möglichkeit der Nährstoffverbesserung des Bodens. Der pH-Wert wird mit Kalkdüngung erhöht.

Typische Pflanzen auf dem Wildacker

Außer den reinen Wildäsungspflanzen, sind auch solche des in der Landwirtschaft üblichen Zwischenfruchtanbaus geeignet. Sollen die Pflanzen auch im Winter als Nahrung dienen, so sind frost-mittelresistente und frostharte Pflanzenarten zu wählen. Dabei ist der Anbau von Wildackergemengen den Monokulturen zu bevorzugen, denn Mischungen bieten allen Wildarten eine abwechslungsreiche und mindestens zweijährige Nahrungsgrundlage. Es gibt je nach Region erprobte Saatgutgemische, die sich besonders für die jeweilige Region eignen.

Für den Wildacker eignen sich ein-, über- und mehrjährige Pflanzen.

Als einjährige Pflanzen eignen sich z. B. Mais, Hafer, Buchweizen, Senf, Süßlupine, und Markstammkohl. Überjährige Pflanzen (vertragen bzw. brauchen einen Winter) finden sich u. a. bei Dauerstaudenroggen, Winterfutterraps, Winterrübe etc. Als mehrjährige Pflanzen wählt man beispielsweise Dauerlupine, Klee (Alexandriner-, Bockshorn- und Perserklee sind jedoch einjährig)und Topinambur.

Wildarten, die den Wildacker aufsuchen

Der Wildacker wird von nahezu allen Wildarten aufgesucht. Das Schalenwild, zu dem u. a. das Rotwild, Damwild, Reh- und Schwarzwild gehören, findet hier primär Nahrung. Niederwildarten – wie Fasan, Rebhuhn oder Feldhase – finden neben spezifischer Nahrung auch Sichtschutz vor natürlichen Fressfeinden. Fuchs, Marder und andere Prädatoren machen hier Jagd auf ihr Beutespektrum, das sich selbst zur Nahrungsaufnahme am Wildacker eingefunden hat. Aber auch besonders geschützte Tier- un Pflanzenarten der Feldflur nutzen Wildäcker als Ersatz für extensiv genutzte Äcker. So auch Schwarzkehlchen und Braunkehlchen, verschiedenen Insektenarten, und Ackerwildkräuter, die auf den intensiv genutzten Ackerflächen keine Chance haben.

Quellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Wildacker
Jörg Rahn, Revierarbeiten, Blv Buchverlag, 2007, ISBN 978-3-8354-0211-9
Fritz Nüßlein, Das praktische Handbuch der Jagdkunde, Seiten: 224, 227, 2006, ISBN 978-3-8354-0020-7
Hans Elven, Wildäcker und Wildremisen, Düsseldorf, Est-Est-Verlag, 1938

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Pioniermischung für Hoch- und Niederwild Pioniermischung für Hoch- und Niederwild, 10kg Ideal für Ersteinsaat von Schneisen, Blößen und Brachflächen. Die neue Mischung enthält eine ganze Anzahl sogenannter Pionierpflanzen, die bei entsprechender Nährstoffversorgung mit den Grundmineralien Phospat, Kali und Stickstoff auch auf Rohböden und armen Standorten ein optimales Wachstum zeigen. Neben dem anspruchslosen Schwarzhafer, der nicht nur standfest ist, sondern sich auch durch seinen süßen und aromatischen Geschmack auszeichnet, gelten die vier ausgewählten Kleearten, sowie Seradella, Buchweizen, Malve und Süßlupine als besonders attraktiv. Im Winter sorgen Kohl, Futterraps, Herbstrüben und Winterrübsen für einen gedeckten Tisch. Insbesondere auf gut gekalkten Böden bietet die Mischung auch im 2. Jahr ausreichende Äsung bis in den Herbst hinein. Aussaatzeit: Ende April bis Juli Aussaatmenge: 30kg je ha (=10.000 qm) Nutzungsdauer: mehrjährig Düngung: nach Auflaufen 250kg Volldünger (Blaukorn) je ha Pflege: Im 1. Jahr sollte erst nach Abreife des Getreides gemäht werden. Die Mischung setzt sich aus einem praxiserprobten Verhältnis der folgenden Arten zusammen: Rübsen ‘Buko’ Futterraps (Winterraps) ‘Licapo’ Esparsette Hornschotenklee Weißklee Kulturmalve ‘Sylva’ Phacelia Süßlupinen, blau Seradella Waldstaudenroggen ‘Permontra’ Schwarzhafer Buchweizen

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WSM 1 -Wildschutzmischung 1 – Die Wildschutzmischung WSM 1 – Ihre Nummer eins! In den letzten Jahren wurde die Wildschutzmischung WSM 1 auf mehr als 2.000 ha Flächenstilllegungen und Wildäckern angebaut – eine wirklich herausragende Leistung der Landwirte und Revierpächter! Hierdruch wurde die WSM 1 in kürzester Zeit zu einer der erfolgreichsten Ansaatmischungen der letzten 50 Jahre. Gerade bei rapiden Rückgängen des Niederwildes, durch immer schnellere Erntetechniken, auf immer größeren Feldschlägen, zählt nun einmal jeder Quadratmeter geschützter Wildfläche. Natürlich bleibt die WSM 1 auch in diesem Jahr was sie ist – eine ideale mehrjährige Niederwildmischung. Besonders gefreut haben wir uns über die vielen Wiederbesteller aus den Jahren zuvor. Mittlerweile ist es auch kein Geheimniss mehr, dass die WSM 1 auch im Hochwildbereich, speziell in Schwarzwaldrevieren, ihren festen Platz gefunden hat. Schwarz- und Rotwild scheint geradezu magisch von der WSM 1 angezogen zu werden. Allerdings stellte sich heraus, dass die rotten-/rudelweisen Annahme der WSM 1-Flächen eine erhebliche Verkürzung der Lebensdauer solcher Wildäcker darstellt. Die Hochwildjäger nahmen es jedoch gelassen. Nur bestes Saatgut und noch bessere Sorten Durch zahlreiche Fachgespräche mit den Landwirtschaftskammern und der Firma Bruno Nebelung wird das WSM 1-Angebot Jahr für Jahr verbessert und durch noch bessere Komponenten ersetzt. WSM 1: Waldstaudenroggen ‘Permontra’ Buchweizen ‘Brauner’ Buchweizen ‘Lifago’ Gelbsenf ‘Silenda’ Winterrübsen ‘Buko’ Winterraps ‘Licapo -00-‘ Ölrettich ‘Siletina’ Futterkohl ‘Furchenkohl Westfälischer’ Phacelia ‘Phaci’ Rotklee ‘Nemaro’ Weißklee ‘Lirepa’ Knaulgras ‘Lidacta’ Lieschgras ‘Liglory’ Aussaatmenge (kg/ha): 35,00 kg Aussaat: Mai Aussaattiefe: 2cm Keimdauer: 7-14 Tage Wuchshöhe: > 1,75 mtr Nutzungsdauer: > 27 Monate Original Mischungen erkennen…

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