Hundekrankheiten

Krankheiten Erkennen & Verstehen

Jagdhunde Know How

Hundekrankheiten

Ob ein Hund Gesund oder Krank ist sieht man nicht immer direkt. Krankheiten sind jedoch ein Ausdruck gestörter Lebensfunktionen des Körpers bzw. der Organe eines Hundes. Auch Verletzungen gehören dazu. Diese sollten erkannt werden damit unser treuer Begleiter nicht lange Schmerzen ertragen muss und wieder schnell Einsatzbereit ist. Auch eine frühe Erkennung einer Krankheit oder Verletzung fördert und vereinfacht den anschließenden Heilungsprozess. Auch durch eine optimale Haltung und Ernährung des Hundes kann eine Krankheit vorgebeugt werden. Gerade unsere Moderne Umwelt bewirkt viele Einflüsse für Mensch und Jagdhund. Ist ein Jagdhund Krank so zeigt er es meist an seinem Verhalten, jedoch im Umkehrschluss muss auch der Hundehalter das normale Verhalten seines Schützling beurteilen können. Dazu Bedarf es intensiven Beobachtungen in alles möglichen Lebenslagen aber auch einer gewissen Grundkenntnis von den allgemeinen Merkmalen der Gesundheit. Bestehen Anzeichen einer Krankheit, so sollte ein Tierarzt zu Rate gezogen werden.

Übersicht der wichtigsten Hundekrankheiten

Jagdhundekrankheiten

1. Virusinfektionen

Hundekrankheiten

  • Tollwut
  • Aujeszkysche Krankheit(Pseudowut)
  • Staupe (Darm-, Lunge- und Hirnstaupe)
  • Zwingerhusten
  • Welpensterben
  • Hepatitis (ansteckende Lebererkrankung)
  • Parvovirus

2. Bakterielle Erkrankungen

Hundekrankheiten

  • Leptospirose (Stuttgarter Hundeseuche oder Weilsche Krankheit)
  • Borrelliose (Übertragung durch Zecken)

3. Parasitäre Erkrankungen

Hundekrankheiten

  • Bandwurmbefall (Fuchsbandwurm, Hundebandwurm)
  • Spulwurmbefall
  • Flohbefall

Buchtipp

Hundekrankheiten

Krankheitsbilder und Hilfsmittel

Jagdhundekrankheiten

Ohrenzwang

Hundekrankheiten

Ohrenzwang Hunde

Ohrenzwang

Ein gesundes Tierohr ist blitzblank sauber. Sehen Sie bräunliches oder gar stinkendes Ohrensekret, ist der äußere Gehörgang entzündet! Nur Putzen hilft hier nicht! Die Otitis externa, d.h. die Entzündung des äußeren Gehörganges kann verschiedene Ursachen haben. Parasiten (Ohrmilben) Bakterien (vielerlei Arten) Pilze (v.a. Malassezien) Fremdkörper (z.B. Granne, Grassamen) Hunde und Katzen leiden gleichermaßen an unterschiedlichen Otitiden. Sie zeigen vermehrtes Kratzen an einem oder beiden Ohren, schütteln den Kopf oder halten den Kopf sogar schief. Ist die Entzündung schon weit fortgeschritten sind sie u.U. hochschmerzhaft beim Berühren der Ohren und schreien auf.

Floh- und Zeckenbefall

Hundekrankheiten

Nach einem Zeckenstich kann der Hund mitunter schwer krank werden. Zwar ist die Zecke selbst in den meisten Fällen für den Hund nicht gefährlich, auch wenn es mehrere Blutsauger gleichzeitig auf ihn abgesehen haben. Der Blutverlust kann nur bei massivem Zeckenbefall zum Problem werden. Allerdings beherbergen Zecken verschiedene Krankheitserreger, die sie beim Blutsaugen auf den Hund übertragen können. Hunde sind dabei deutlich gefährdeter als Katzen, unter einer durch Zecken übertragenen Krankheit zu leiden.

Schlittenfahren

Hundekrankheiten

Rechts und links etwas unterhalb des Afters befindet sich beim Hund jeweils ein Analbeutel (Sinus paranales). Dabei handelt es sich um zwei kleine Hohlräume, die wie kleine Säckchen ein Sekret aufnehmen, das aus in den Analbeutelwänden befindlichen Drüsen ausgeschüttet wird. Von der Größe her variiert ein Hohlraum je nach Größe des Hundes zwischen 0,25 bis zu 7,5 ml. Das Drüsensekret gelangt durch zwei schmale Ausführungsgänge, die bei allen Hunden unabhängig von ihrer Körpergröße einen Durchmesser von ein bis zwei Millimetern und eine Länge von ungefähr drei bis fünf Millimetern haben, nach außen. Kleinere Mengen dieses Sekrets werden hauptsächlich beim Kotabsatz abgegeben. Sie dienen dem Tier zur Markierung seines Reviers und bilden die charakteristische, individuelle Duftmarke des einzelnen Hundes.

Erschreckt sich ein Hund, wird häufig das gesamte Sekret aus den Analbeuteln plötzlich entleert. Im Bereich der Analbeutel kann es aufgrund von Sekretverdickung und Entleerungsstörungen zu entzündlichen Vorgängen kommen. Dabei verlegen sich oft die Ausführungsgänge. Bakterielle Besiedlungen kommen hinzu und können ein bestimmtes Krankheitsbild hervorrufen: Man spricht von einer Analbeutel-, beziehungsweise einer Analdrüsenentzündung, auch als Sinusitis paranales oder perianales bezeichnet.

Zahnsteinbefall

Hundekrankheiten

Zahnstein Hundekrankheit

Zahnstein

Zahnstein entsteht aus Plaque, wobei der Bakterienrasen mit Mineralien aus dem Speichel verkalkt. Sie erkennen ihn als festen braunen Belag auf der Zahnkrone am Zahnfleischsaum v.a. an den Eckzähnen und an den Außenflächen der Oberkieferbackenzähne (P4).

Um diesen zu entfernen benötigt man spezielle Zahninstrumente (Scaler). Viele Hunde lassen sich die Zähne problemlos ohne Beruhigungsspritze behandeln. Allerdings führt eine Abwehrbewegung u.U. zu einer Zahnfleischverletzung oder einem Schmelzdefekt. Dann wäre eine kurze Sedation besser und gründliche Zahnreinigung möglich. Vorbeugend kann man viele Dinge dagegen machen, wie z.B. verschiedene Kauknochen und andere Zanhpflegemittel für Hunde.

Bandwurm

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Bei ausreichender Ernährung der Hunde wird eine geringe Anzahl von Bandwürmern von ihren Wirten toleriert, ohne dass es zu Krankheitssymptomen kommt. Erst der massive Befall führt zu Mangelversorgung und Verdauungsproblemen.

VorkommenBandwurm Hundekrankheit

Bandwürmer wie der Gurkenkernbandwurm oder die zahlreichen Mitglieder der Taenia-Familie kommen weltweit vor. Dagegen ist der Kleine Fuchsbandwurm auf Mitteleuropa beschränkt.

Symptome

Massiver Bandwurmbefall verursacht Verdauungsbeschwerden und Mangelversorgung der Hunde, die sich in vermindertem Leistungsvermögen, Lethargie, Anfälligkeit für Krankheiten, aber auch durch glanzloses, struppiges Fell äußern kann. Verstopfungen und Darmverschluss können auftreten. Wenn die mobilen Bandwurmsegmente den Darm verlassen, kann es im Analbereich zu einem starken Juckreiz kommen.

Behandlung und Vorbeugung

Bandwürmer lassen sich durch moderne Wurmmittel einfach und effektiv entfernen. Werden diese Mittel im Rahmen einer regelmäßigen Entwurmung alle drei Monate verabreicht, können auch keine neu verschluckten Wurmeier oder -larven zu ausgewachsenen Würmern heranwachsen.

Gefahren für den Menschen

Infektion mit dem Kleinen Fuchsbandwurm kann zur lebensgefährlichen alveolären Echinokokkose führen, während Taenia-Bandwurminfektionen weniger schwerwiegende Symptome aufweisen.

Fragen über Hundekrankheiten

Hundekrankheiten

1.Was bedeutet HD?

Hüftgelenkssdysplasi (HD) Dies ist eine Verformung der Hüftgelenke und beeinträchtigt den Hund in seiner Beweglichkeit.

2.Welche Körpertemperatur hat ein gesunder Hund?

Die Körpertemperatur eines gesunden Hundes liegt im Normalwert bei 37,5 °C – 38,5 °C. Bei Jungen Hunden kann der Wert um 1°C höher liegen

3.Wie misst man bei einem Hund Fieber?

Man kann dieses mit einem Fieberthermometer, das man vorher gut angefeuchtet hat machen. Es wird in den After eingeführt.

4.Wie merkt der Hundeführer ob sein Jagdhund Bandwürmer hat?

Er merkt es durch Bandwurmglieder im Hundekot

5.Wie oft sollte man eine Wurmkur verabreichen?

Ideal sind 3-4 Wurmkuren im Jahr, jedoch sollte min 1-2 mal eine Wurmkur verabreicht werden.

6.Welche Symptome zeigt der Hund bei einer Vergiftung?

Bei einer Vergiftung sind es meistens Symptome wie Erbrechen, Durchfall oder Blutungen.

7.In welchem Alter sollten Welpen erstmal gegen Spulwürmer behandelt werden?

In der 6. bis 7. Lebenswoche.

8.Gegen welche Infektionskrankheiten sind Hunde regelmäßig zu impfen?

Es sind Staupe, Tollwut, ansteckende Leberentzündung, Parvovirus.

9.Was verursacht beim Jagdhund eine übermäßige Zahnsteinbildung?

Zahnsteinbildung kann als folge von falscher Ernährung kommen. Wie z.B. zuviel Fütterung von Nass- oder Weichfutter.

10. An welchem Körperteil ist die Stimmung des Hundes abzulesen?

An der Rute des Hundes sowie am Gesichtsausdruck.

11.Was versteht man unter Ohrenzwang?

Reizung und Rötung der Ohrengänge.

12. Welche Gebissfehler kennen wir beim Jagdhund?

Vorbeißer = Unterkiefer Vorstehend, Rückbeißer = Unterkiefer zu kurz, fehlen von Zähnen, falsche Zahnstellung.