Nutria – Sumpfbiber

(Felis silvestris)

Zurzeit noch in Bearbeitung

DIE ORANGEFARBENEN ZÄHNE des Nutria

Auffällig und charakteristisch für die Nutrias sind die orangefarbenen Zähne.
Diese entstehen im Erwachsenenalter durch Eisenablagerungen, die den Zahnschmelz
und somit die Zähne härter machen.
So kann man anhand der Farbe sowohl das Alter, die Geschlechtsreife,
als auch den Gesundheitszustand bestimmen.
Bei Neugeborenen sind sie hellgelb, im Wachstum dunkelgelb und wenn die Geschlechtsreife erreicht ist, färben sie sich leuchtend orange bis hellrot.
Bei alten und kranken Tieren werden sie dann wieder gelb.

DIE ENTENFÜßE

An den Füßen befinden sich 5 Zehen, an deren Ende sich jeweils eine Kralle befindet. Charakteristisch für ihre Füße sind die Schwimmhäute zwischen den Zehen,
vom 1. bis zum 4. Zeh. Der 5. Zeh ist dagegen ist frei.
Diese Eigenart erleichtert ihnen u.a. das Heraufklettern von Uferböschungen und die Fellpflege.

DIE HÄNDE des Nutria

Die vorderen Pfoten bestehen aus 5 Zehen versehen mit Krallen.
Sie zeigen unterhalb der Krallen hellere Haare, üblicherweise weiß.
Sie werden sehr geschickt praktisch wie Hände benutzt, z.B. zum Abpflücken von Pflanzenteilen, zur Fellpflege und zum Flechten ihrer Schilfnester.

DIE SCHNURRHAARE

Die Nutrias haben sehr viele lange und leuchtend weiße Schnurr- bzw. Tasthaare.
Dafür können sie aber schlechter sehen.

DIE ZITZEN

Eine besondere Anpassung an das Wasser stellen die Zitzen der Mutter dar.
Diese ( 4 – 5 Paar ) liegen so hoch an den Flanken, beiderseits des Rückgrats,
 damit die Jungen auch säugen können, während ihre  Mutter im schützenden Wasser schwimmt.
DIE FARBEN
Bedingt durch die Pelztierzucht, gibt es bei den Nutrias verschiedene Farben.
Diese reichen von weiß über beige, grau, braun bis tief schwarz.
 Gescheckte Nutrias sind eher sehr selten.

DIE PUTZORGIEN des Nutria

Sehr häufig kann man beobachten, wie sich die Nutrias ausgiebig und scheinbar ungeniert putzen. Sie reiben sich dabei mit einem fettigem Sekret aus Wangen-und Afterdrüsen ihr Fell ein.
Dadurch ist ihre Haut auch bei Tauchgängen von bis zu fünf Minuten im Wasser geschützt.
Auch das dichte Bauchfell wird intensiv durchgekämmt und aufgelockert,
um so ein schützendes Luftpolster zu erhalten.

DIE NASE

Die Nase der Nutrias erinnert auf den ersten Blick fast an die eines Schweinchens.
Sie können die Nasenlöcher mit einer Nüsternklappe abdecken
und mit der nagetiertypisch gespaltenen Oberlippe den Mund
hinter den mächtigen Vorderzähnen beim Tauchen verschließen.

DAS LAUTSTARKE PROTESTIEREN

Die Nutrias haben die Eigenart , daß sie , wenn sie sich belästigt fühlen,
z.B. wenn ihnen jemand das Futter wegnehmen will, in der Regel immer nur meckern,
immer mehr und mehr und lauter und lauter.

DER NAME

Ein Tier, soviele Namen…
Der wissenschaftliche Name ist MYOCASTOR COYPUS.
Die geläufigen Bezeichnungen dagegen vielfältig, meist nennt man sie Nutrias
( also in der Einzahl ein Nutria oder das Nutria, aber auch die Nutria ) .
Obwohl Nutria eigentlich die spanische Bezeichnung für Fischotter ist, somit auch nicht korrekt.
Biberratte passt auch nicht, da es weder Biber noch Ratten sind,
und schon garnicht eine Kreuzung zwischen beiden.
Sumpfbiber passt demnach auch nicht.Wasserratte ist auch komplett falsch
und Bisamratte ein ganz anderes Tier.
Man könnte noch eher südamerikanischer Biber sagen.
Das ” Problem” ist, die Nutrias, also Myocastor coypus, sind eine ganz eigenständige,
also für sich stehende Art.
Halt etwas ganz besonderes, etwas was man nie so wirklich einordnen kann. 😉

Kurzinfo zum Nutria

DIE ORANGEFARBENEN ZÄHNE des Nutria

Auffällig und charakteristisch für die Nutrias sind die orangefarbenen Zähne.
Diese entstehen im Erwachsenenalter durch Eisenablagerungen, die den Zahnschmelz
und somit die Zähne härter machen.
So kann man anhand der Farbe sowohl das Alter, die Geschlechtsreife,
als auch den Gesundheitszustand bestimmen.
Bei Neugeborenen sind sie hellgelb, im Wachstum dunkelgelb und wenn die Geschlechtsreife erreicht ist, färben sie sich leuchtend orange bis hellrot.
Bei alten und kranken Tieren werden sie dann wieder gelb.

DIE ENTENFÜßE

An den Füßen befinden sich 5 Zehen, an deren Ende sich jeweils eine Kralle befindet. Charakteristisch für ihre Füße sind die Schwimmhäute zwischen den Zehen,
vom 1. bis zum 4. Zeh. Der 5. Zeh ist dagegen ist frei.
Diese Eigenart erleichtert ihnen u.a. das Heraufklettern von Uferböschungen und die Fellpflege.

DIE HÄNDE des Nutria

Die vorderen Pfoten bestehen aus 5 Zehen versehen mit Krallen.
Sie zeigen unterhalb der Krallen hellere Haare, üblicherweise weiß.
Sie werden sehr geschickt praktisch wie Hände benutzt, z.B. zum Abpflücken von Pflanzenteilen, zur Fellpflege und zum Flechten ihrer Schilfnester.

DIE SCHNURRHAARE

Die Nutrias haben sehr viele lange und leuchtend weiße Schnurr- bzw. Tasthaare.
Dafür können sie aber schlechter sehen.

DIE ZITZEN

Eine besondere Anpassung an das Wasser stellen die Zitzen der Mutter dar.
Diese ( 4 – 5 Paar ) liegen so hoch an den Flanken, beiderseits des Rückgrats,
 damit die Jungen auch säugen können, während ihre  Mutter im schützenden Wasser schwimmt.
DIE FARBEN
Bedingt durch die Pelztierzucht, gibt es bei den Nutrias verschiedene Farben.
Diese reichen von weiß über beige, grau, braun bis tief schwarz.
 Gescheckte Nutrias sind eher sehr selten.

DIE PUTZORGIEN des Nutria

Sehr häufig kann man beobachten, wie sich die Nutrias ausgiebig und scheinbar ungeniert putzen. Sie reiben sich dabei mit einem fettigem Sekret aus Wangen-und Afterdrüsen ihr Fell ein.
Dadurch ist ihre Haut auch bei Tauchgängen von bis zu fünf Minuten im Wasser geschützt.
Auch das dichte Bauchfell wird intensiv durchgekämmt und aufgelockert,
um so ein schützendes Luftpolster zu erhalten.

DIE NASE

Die Nase der Nutrias erinnert auf den ersten Blick fast an die eines Schweinchens.
Sie können die Nasenlöcher mit einer Nüsternklappe abdecken
und mit der nagetiertypisch gespaltenen Oberlippe den Mund
hinter den mächtigen Vorderzähnen beim Tauchen verschließen.

DAS LAUTSTARKE PROTESTIEREN

Die Nutrias haben die Eigenart , daß sie , wenn sie sich belästigt fühlen,
z.B. wenn ihnen jemand das Futter wegnehmen will, in der Regel immer nur meckern,
immer mehr und mehr und lauter und lauter.

DER NAME

Ein Tier, soviele Namen…
Der wissenschaftliche Name ist MYOCASTOR COYPUS.
Die geläufigen Bezeichnungen dagegen vielfältig, meist nennt man sie Nutrias
( also in der Einzahl ein Nutria oder das Nutria, aber auch die Nutria ) .
Obwohl Nutria eigentlich die spanische Bezeichnung für Fischotter ist, somit auch nicht korrekt.
Biberratte passt auch nicht, da es weder Biber noch Ratten sind,
und schon garnicht eine Kreuzung zwischen beiden.
Sumpfbiber passt demnach auch nicht.Wasserratte ist auch komplett falsch
und Bisamratte ein ganz anderes Tier.
Man könnte noch eher südamerikanischer Biber sagen.
Das ” Problem” ist, die Nutrias, also Myocastor coypus, sind eine ganz eigenständige,
also für sich stehende Art.
Halt etwas ganz besonderes, etwas was man nie so wirklich einordnen kann. 😉

Beschreibung der Nutria

Oft gibt es Schwierigkeiten, vor allem aus der Entfernung , ein Nutria zu erkennen und man hält sie für Bisamratten bzw. Bisam oder auch umgekehrt.

Der Bisam ( Ondatra zibethicus ) bzw. die Bisamratte, wie sie häufig auch bezeichnet wird,  kommt ursprünglich aus Nordamerika, gehört zu den Nagetieren und wurde zur Pelztierzucht hier eingeführt. Zoologisch gesehen keine Rattenart, sondern zu den Wühlmäusen gehörig, daher ist der Name Bisam der eigentlich korrekte. Er erreicht eine Kopf-Rumpflänge von 35 cm und ein max. Gewicht von ca. 2,3 kg.

Auch die Unterscheidung zum Biber ( Castor fiber ) ist für manchen aus der Entfernung und oder im Wasser schwierig. Jedoch ist in Deutschland der Biber noch recht selten, und einmal aus dem Wasser getreten und/ oder aus der Nähe betrachtet, ist er jedoch aufgrund seiner Größe und der charakteristischen Schwanzkelle doch recht gut zu erkennen.

Biber – Nutria – Bisam im Vergleich :

Übersicht Biber Nutria Bisam

Foto: The Invasion

Wie erkenne ich ein Nutria ?

links ein junges Nutria und rechts ein erwachsenes
1. Die Größe.  Nutrias sind schon recht groß ( 60 cm plus Schwanz ), aber nicht so groß wie Biber

2. Die orangefarbenen Zähne, die meist schon von weitem zu erkennen sind.

3. Die stumpfe Form des Kopfes, sieht beim Nutria eher aus wie bei einem Riesenmeerschweinchen, beim Bisam eher schmal und spitz, wie bei einer Ratte bzw. Maus.

4. Die vielen leuchtend weißen langen Schnurrhaare.

5. Die gut erkennbaren unbehaarten Ohren, die fast dem eines Menschen ähneln. Beim Bisam sind sie rund, enganliegende und fast vom Fell bedeckt.

6. Der kreisrunde wenig behaarte Schwanz.

7.  Die Entenfüße mit einer freiliegenden Zehe.

8. Das Verhalten. Die Nutrias sind weniger scheu, eher aufgeschlossen und lassen sich zum Teil sogar füttern.

9. Die Art, wie sie schwimmen. Das Nutria hält beim Schwimmen den Kopf schräg nach oben, oft kann man auch die orangefarbenen Zähne schon sehen, der Körper bzw. Rücken und Schwanz sind sichtbar.

Beim erwachsenen Biber dagegen schaut nur der Kopf aus dem Wasser heraus. Der Bisam dagegen spreizt seine Hinterbeine beim Schwimmen weit auseinander und nutzt seinen Schwanz auch zur Unterstützung der Schwimmbewegung.

hier ein Nutria 🙂

Die typischen Erkennungsmerkmale

im Video

bei den Nutrias gibt es übrigens, bedingt durch die Pelztierzucht, alle möglichen Farbvariationen; von weiß ( eher selten ) beige, braun bis tiefschwarz und sogar gescheckte.

noch mehr Besonderheiten unter

Die Unterschiede in der Übersicht

Tabelle zu den Merkmalen/ Unterschieden Nutria,Bisam,Biber

 Zum besseren Verständnis und als Unterscheidungshilfezu den anderen Tieren noch ein paar Videos ….


Bisam

Bisam

Ondatra zibethicus

Gut zu erkennen: Das spitzere Gesicht und die kleineren runden Ohren. ( Video Adrian Bothe )

Und so frisst ein mächtig hungriger BISAM …

Biber

biber

Castor

Groß und mit der typischen Schwanzkelle

Die Nutrias stellen kein Gesundheitsrisiko dar,

wie tief gehende Untersuchungen von Instituten für Veterinärepidemiologie zeigen.
Diese haben eine sehr niedrige positive Rate und Form von Leptospirose festgestellt, die aber vergleichbar mit denen der anderen Wildtiere sind, die sich hier befinden. ( S.Venturini )
Ausführliches Script zur wissenschaftlichen Untersuchung von Leptospirose (2010) in Bezug auf die Nutrias

 
Was ist Leptospirose ?
Die Leptospirose ist eine weltweit verbreitete Infektionskrankheit, die durch bestimmte Erreger , die sogenannten Leptospiren ( Spirochäten ) verursacht wird.
Es ist eine Zoonose , die aber hauptsächlich in tropischen und subtropischen Ländern vorkommt.
In Deutschland werden pro Jahr ca. 50 Fälle beim Menschen diagnostiziert. In etwa 90 Prozent der Fälle verläuft die Erkrankung ähnlich einer Grippe .
Beim Pferd wird sie z.B. auch als Auslöser der periodischen Augenentzündung angenommen.
Wirtstiere sind hauptsächlich Nagetiere , aber auch zahlreiche weitere Wild- und Nutztiere ( u.a. Schweine, Rinder, Hunde, Igel )
Die Infektion erfolgt entweder durch direkten Kontakt mit erregerhaltigem Urin oder durch kontaminiertes Wasser oder Schlamm.
Ausführliche Information über Leptospirose
z.B beim RKI (Robert Koch Institut/ Berlin)

Artikel von Dr. Samuele Venturini

bzgl. Nutrias und Übertragung von Leptospirose

” Nutrias übertragen keine Leptospirose,

– Untersuchungen von echten Tierärzten, Biologen und Institute für Veterinärepidemiologie belegen es.”

Wir reagieren hiermit als Anwort auf die Aussage des forensischen Tierarztes Dr. Luca Migliorisi in der Rubrik ” Ihre Fragen ” ,über die angeblichen Gefahren für die Gesundheit, die von den der Spezies Nutria ( Myocastor coypus ) ausgehen sollen, insbesondere im Hinblick auf die Übertragung von Leptospirose .
Ich bedauere, festzustellen, dass Dr. Migliorisi , der sich sehr gut auf diesem Gebiet auskennen sollte, die wichtige Unterscheidung zwischen serologische und mikrobiologische Analyse entgangen ist. Ein wesentlicher Unterschied , da die erste die bloße Anwesenheit von Antikörpern ( aufgrund der einfachen Aussetzung einer Infektion) und in der zweiten die reale Gegenwart des Bakteriums als Krankheitüberträger zeigt.
In der Tat, wie deutlich auf der der 1. Internationalen Konferenz über Nutria festgestellt -gehalten am 18.06.2011 in Pavia – und wie immer wieder die Analysen der Institute für Vetrinärepidemilogie zeigen, stellen Nutrias in Italien kein Risiko für die Hygiene und Gesundheit dar.  Der Prozentsatz der Individuen mit einem positiven Befung auf die Antikörpertests war minimal, und es ist meistens nur in sehr seltenen Fällen gelungen, den Krankheitserreger im Tier zu isolieren, den man somit als sekundären und gelegentlichen Überträger der Krankheit bezeichnen muss.
Bevor Sie nun übereilt urteilen und die Aussage treffen, Nutrias seien Überträger von gefährlichen Krankheiten (vielleicht zur Förderung von wirkungslosen sowie verschwenderischen Pläne zur Bestandsregulierung durch Tötung) wäre es eine Pflicht, sich ernsthaft über die Daten und Methoden zu erkundigen
Wir erinnern, unter Berufung auf zuverlässige Quellen ( Ispra ), dass die Aussetzung von Tieren für die Jagd eine der Hauptursachen für die Verbreitung von Krankheiten ist und dass, statistisch gesehen,, die Wahrscheinlichkeit sich an zahlreiche und unterschiedliche Krankheiten über unsere Haus- und Hoftiere anzustecken, viel höher ist.”
( Artikel von Samuele Venturini  / Übersetzung Antonio Di Monaco )
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