Steckbrief Fuchs

(Vulpes vulpes)

Kurzinfo

Der Fuchs oder auch Reineke genannt ist wohl der bekannteste unter dem heimischen Raubwild. Der Fuchs ist ein Einzelgänger und nur selten zusehen. Er ist sehr Vorsichtig und zeigt sich nicht gerne am Tage, wenn nur an Orten wo er keine Menschliche Nähe fürchtet. Der Fuchs ist ein Höhlenbewohner und zieht seine Welpen in einem Bau groß. Gerade das können wir für die Baujagd nutzen um den Rotrock mit verschiedenen jagdlichen Einrichtungen zu fangen bzw. zu überlisten. Mehr zum Thema Fuchsjagd findet hier unter Praxistipps. Nun weiter zum Fuchs findet ihr hier die wichtigsten Infos.

Fuchs

Zoologische Einteilung des Fuchs

Zoologische Einteilung des Haarwild
Wissenschaftlicher Name
Vulpes vulpes
Ordnung
Raubtiere (Carnivora)
Unterordnung
Hundeartige (Canoidea)
Familie

Hunde (Canidae)

Unterfamilie

Echte Füchse (Vulpini)

Gattung

Vulpes

Art
Rotfuchs

Fuchswelpe

Steckbrief Fuchs

Der Steckbrief Fuchs
Lebensalter
bis 12 Jahre
Lebensraum
Felder, Wiesen, Erdwälle, Hecken, Wälder, Städte
Lebensweise
Einzelgänger / Polygam
Gewicht
5 – 7,5 kg
Körperlänge

62 – 75 cm
Nahrung
Allesfresser, hauptsächlich Mäuse, Kaninchen, Vögel bis Hühnergröße, Beeren, Aas
Paarungszeit / Tragezeit

Ranz – Dez. – Feb. / 52 Tage
Geburt1 Wurf / 3-6 Junge im Feb.- März
MerkmaleHöhlenbauer, Fuchsbandwurm, Tollwut

Beschreibung des Fuchs

Steckbrief Fuchs

Der Fuchs lebt auf der gesamten Nordhalbkugel, bevorzugt in deckungs- und strukturreichen Gebieten, aber auch in Wüsten und immer häufiger auch in Städten. Der Fuchs ist auf einer Abstammung des Hund bzw. Wolf zurückzuführen. Wir wollen euch hier den Steckbrief Fuchs etwas jagdlich näher erläutern.

Der Räuber, der auch Meister Reineke genannt wird, ernährt sich zum Großteil von Mäusen, aber auch Kleinsäuger, Junghasen und sogar von Rehkitzen. Ebenfalls aber auch Obst und Fallwild. Die Wildart, die in seinem Revier überwiegt, wird oft zu Hauptbeute des Fuchses.

Um seine Beute zu fällen, springt er auf sie und greift sie mit den Vorderläufen.

Im Großen und Ganzen, kann man sagen, dass der Fuchs dämmerungs- und nachtaktiv ist, jedoch ist er auch manchmal am Tage zu sehen, besonders dann, wenn die im Bau lebenden Jungfüchse versorgt werden müssen. Was den Bau betrifft, der Altfuchs bewohnt diesen meist nur bei schlechtem Wetter, ansonsten bevorzugt oder eine oberirdische Lebensweise. Manchmal kommt es vor, dass der Fuchs verlassene oder noch vom Dachs bewohnte Dachsbaue bezieht.

Steckbrief Fuchs bei der Jagd

Fuchs bei der Mäusejagd

Zu seinen natürlichen Feinden gehören der Luchs und der Bär, den Jungfüchsen können auch größere Greifvögel zum Verhängnis werden. Auch der Straßenverkehr ist für die Füchse sehr Gefährlich, genau so wie Krankheiten.

In freier Natur werden Füchse bis zu 12 Jahre alt, oft aber werden sie nicht älter als 5 Jahre, außerdem leben Füchse mit eigenem Territorium länger als rangniedrige Füchse, die kein eigenes Territorium haben.

Fortpflanzung des Fuchs

Die Paarungszeit des Fuchses nennt man Ranzzeit, diese dauert in der Regel von Januar bis März. Die Tragzeit der Fähe (Bezeichnung für den weiblichen Fuchs) beträgt meist 52 Tage, 10 Tage weniger als die eines Hundes. Die Jungfüchse leben anfangs im Bau, sind behaart und haben ihre Augen verschlossen. Nach ca. einem Monat erblicken die Welpen erstmalig das Tageslicht. Auch der Rüde beteiligt sich an der Aufzucht.

Nun ist es so, das wir den Fuchs in der Regel nicht sehen, woher wissen wir also ob wir ihn im Revier haben und vor allen Dingen wo treibt sich Reineke rum?

Indizien für den Fuchs sind zum Beispiel Trittsiegel, die allerdings schwer von denen eines Hundes zu unterscheiden sind. Die Abdrücke sind länger und schmaler im Vergleich zum Hund. Am einfachsten ist es, die Baue der Füchse aufzusuchen und nachzusehen ob diese belaufen sind. In der Ranzzeit sollte man die Ohren beim Reviergang weit aufsperren, und nach dem hellen Bellen des Fuchses zu lauschen.




Hier noch ein paar Eckdaten zum Fuchs:

  • Name: Fuchs
  • Weitere Namen: Rotfuchs
  • Lateinischer Name: Vulpes vulpes
  • Klasse: Säugetiere
  • Größe: 60 – 75cm
  • Gewicht: 5 – 8kg
    Alter: 4 – 7 Jahre
  • Aussehen: rot
  • Geschlechtsdimorphismus: Ja
  • Ernährungstyp: Allesfresser (omnivor)
  • Nahrung: Aas, Amphibien, Fische, Mäuse, Kaninchen, Regenwürmer
  • Verbreitung: Asien, Australien, Europa, Nordamerika
  • ursprüngliche Herkunft: Eurasien
  • Schlaf-Wach-Rhythmus: dämmerungs- und nachtaktiv
  • Lebensraum: unspezifisch
  • natürliche Feinde: Greifvögel, Wolf
  • Geschlechtsreife: mit 10-12 Monaten
  • Paarungszeit: Dezember – Februar
  • Tragzeit: etwa 50 Tage
  • Wurfgröße: 3 – 5 Jungtiere
  • Sozialverhalten: Einzelgänger

Die Bejagung des Fuchs

Wir bejagen den Fuchs auf verschiedene Art und Weise, die wohl effektivste Methode ist die Baujagd, bei der wir einen ausgebildeten Bauhund auf den Bau schicken. Der Vorgang wird als sprengen bezeichnet. Sehr beliebt ist auch die Fallenjagd, auf die nicht verzichtet werden sollte, denn der Fuchs ist überwiegend nachtaktiv und somit nicht sehr durchschaubar. Falls versucht wird den Fuchs mit Lebendfangfallen zu bekommen, müsst ihr zweimal täglichen prüfen, ob euch der Fuchs in die Falle gegangen ist. Eine weitere Jagdart ist die Ansitzjagd, entweder auf gut Glück, oder gezielt am Luderplatz. Füchse werden auch oft auf Gesellschaftsjagen mit Büchse oder Flinte erlegt. Die Jagd auf Füchse erweist sich oft als schwierig, denn nicht von irgendwo stammt der Spruch: Schlau wie ein Fuchs!

Solltet ihr einen Fuchs strecken, ist Vorsicht geboten! Man sollte einen Fuchs niemals ohne Handschuhe anfassen, da das Risiko einer Krankheitsübertragung besteht.

Fuchsjagd Steckbrief Fuchs

Steckbrief Rotfuchs

Warum sollten wir den Fuchs bejagen? Nun ja, besonders wichtig ist die Bejagung in Niederwildrevieren, da die Aufzucht der jungen Hasen und Fasanen sehr schwierig ist, sollte die Fuchsdichte zu hoch sein. Ist der Bestand an Füchsen überhöht, kann es vorkommen, dass Seuchen ausbrechen, das müssen wir als Jäger verhindern! Die Nahrung des Reineke findet ihr auch oben im Steckbrief Fuchs.

Rotfuchsfelle werden für Bekleidungszwecke genutzt, wobei die Nachfrage stark von der jeweiligen Mode und der Akzeptanz von Pelzen abhängt. In Pelztierfarmen werden vor allem seltene Farbschläge wie Silberfüchse und Kreuzfüchse gezüchtet.

Fuchsleber wurde in der Volksmedizin als Brechmittel eingesetzt. Bis in das Mittelalter wurde sie auch als Tuberkulosemittel verwendet




Der Fuchs im Jagdgesetz

Das Bundesjagdgesetz erlaubt eine ganzjährige Bejagung des Rotfuchses, führende Elterntiere geniessen jedoch den Schutz nach § 22 (4) während der Aufzuchtszeit. Ist ein Geheck komplett erlegt, darf auch das zugehörige Elternpaar bejagt werden. Einzelne Bundesländer haben andere Jagdzeiten für den Fuchs festgelegt.
Fuchs ist nicht gleich Fuchs

Der Rotfuchs ist der bekannteste Fuchs, aber nicht der einzige. Es gibt fast 30 weitere Fuchsarten, z. B. den Polarfuchs, den Graufuchs, den Kurzohrfuchs/Großohrfuchs oder den Fennek.

Die Jagd auf den Fuchs beinhaltet fast die ganze Palette der traditionellen Jagdarten: die Ansitz-, Pirsch-, Lock-, Reiz-, Drück- und Treib-, Bau- und Fallenjagd. Ihr großer Reiz besteht darin, daß ein besonders „schlaues“, mit hervorragenden Sinnesleistungen ausgestattetes Wildtier überlistet werden soll. Beim Fuchs sind die Sinne Hören, Riechen, Sehen hervorragend ausgebildet, so daß der Jäger keinen Fehler machen darf.

Weitere Infos zur Fuchsjagd finden Sie Hier: Praxistipps Fuchsjagd

Jagdliche Fragen zum Fuchs

Jungjäger Prüfung

1.Wann trifft man den Fuchs an?

In den Dämmerungsstunden, in der Nacht und selten auch am Tage.

2.Wie heißt die Paarungszeit beim Fuchs.

Der Jäger nennt die Paarungszeit “RANZ”

3.Wann ist die Paarungszeit?

Die Paarungszeit ist im Dezember – Jannuar.

4.Wie läuft die Paarungzeit ab?

Der Fuchs Rüde markiert sein Revier und läuft viele Fuchsbauten ab und die Fähen zu begegnen. In dieser Zeit ist der Fuchs oft im Revier auf Streifzügen unterwegs.

5.Wann wölft der Fuchs?

ca. im März.

6.Wann sieht man die Welpen das erste Mal?

Man sagt in der Regel spielen die Fuchswelpen am 1 Mai auf dem Bau.

7.Ist der Fuchs ein Höhlenbewohner?

ja, der Fuchs gräbt einen Bau. Dieser kann auch mit Dachs und Kaninchen zusammen bewohnt werden.

8.Was bedeutet der Burgfrieden.

Sollte der Fuchs mit mehreren den bau bewohnen so wird dieses geduldet. Die Jagd um dem Bau findet nich statt, d.h.  zum Beispiel wird das Kaninchen dort nicht bejagt vom Fuchs.

9.Was frisst der Fuchs?

Der Fuchs ist ein Raubtier. Er frisst alles bis zu einer größe von Rehkitzen. Hauptnahrung sind jedoch Mäuse, Fallwild und kranke bzw. schwaches Wild. Dieses kann er einfach fangen.

10.Wie schwer ist ein Fuchs?

Ein Fuchs wiegt ca. 5 und 8 kg.

11.Warum sollte man einen Fuchs nur mit Handschuhe anfassen?

Dies ist als Schutz vor Krankheitsereger wie z.B. Tollwut. Der Fuchs ist ein Aasfresser.

12. Was sind die Trophäen eines Fuchs?

Der Balg (Fell), Fuchsrute (Schwanz) selten auch die Fangzähne.

13. Ist das Sommer und Winterfell unterschiedlich?

Ja, das Sommerfell ist heller, das Winterfell voll im Haarkleid und dunkler.

14. Wie alt wird ein Fuchs?

Füchse werden bis zu 12 Jahre alt, wobei im Revier ein Fuchs mit 6-7 Jahren selten ist.

15. Wie läuft die Bejagung des Fuchs ab?

Hierzu könnt ihr unter ->Fuchsjagd<- einen Beitrag lesen.

Video zum Fuchs – Steckbrief Natur

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