Damwild – Damhirsch Steckbrief

(Dama dama)

Kurzinfo Damwild

deutlich kleiner als Rotwild Arten in der Natur, lange Läufe, langer Wedel mit schwarzer Spitze, schwarz umrahmter weißer Spiegel, Neben vielen Farbschlägen von fast weiß über rotbraun, silbergrau bis fast schwarz, gibt es Damwild mit langem Fell. Im Sommer ist das Fell (Decke) der Tiere rotbraun mit Aalstrich und weißen Flecken und im Winter graubraun. Die weißen Flecken der Tiere sind im Winter kaum sichtbar.

Damwild

Einteilung des Damwild

Zoologische Einteilung des Haarwild
Wissenschaftlicher Name
Dama dama
Ordnung
Paarhufer
Unterordnung
Wiederkäuer (Ruminantia)
Familie
Hirsche (Cervidae)
Unterfamilie
Cervinae
Gattung
Damhirsche (Dama)
Art
Damhirsch

Damwild

Steckbrief Damwild

Steckbrief Damwild
Lebensalter
15 – 20 Jahre
Lebensraum
lichte Wälder,Wiesen, Parklandschaften
Lebensweise
Rudeltiere
Gewicht
40 – 100kg
Körperlänge

bis 2,10m (Hirsch)
Nahrung
pflanzliche Nahrung, Gräser, Kräuter, Knospen, Kartoffeln, Knollen
Paarungszeit / Tragezeit

Brunft Okt.-Nov. / 33 Wochen
Geburt1x / 1-2 Kälber
Merkmaleäugt gut, kleiner als Rotwild, helle Flecken im Sommer

Beschreibung des Damwild – Damhirsch

Damtiere in der Natur

Steckbrief Hirsche

Damwild Rudel

Die Heimat des Damwild sind die Mittelmeerländer und Vorderasien. Im 16. Jahrhundert wurde es aus Zuchtbeständen Dänemarks nach Deutschland wieder eingeführt. Aus diesen Stücken erwuchs Mitteleuropas neue Damwildpopulation. Heute hält es sich vor allem in Großgehegen und Wildgattern aber natürlich auch in freier Wildbahn auf.

Das Tier Damwild mag keine zu dichten Wälder in der Natur. Seiner Lebensansprüche kommt eine offene Parklandschaft entgegen, mit viel Sonne und Weidefläche. Das Damwild ist ein anpassungsfähiger Kulturfolger, das auch mit wenig Wald auskommen kann (ähnlich dem Rehwild). Es ist Kälteempfindlicher als das Tier  Rotwild  oder Rehwild und auch viel zierlicher gebaut. Mildes Klima und günstige Äsungsverhältnisse in einer offenen Landschaft haben dazu geführt, dass das Damwild in Norddeutschland und in Teilen Westeuropas sehr häufig vorkommt. In seiner Urheimat scheint es dagegen fast ausgestorben.

Damwild

Damwild Alttier

Körperbau des Damwild





Der Körperbau des Damwild ist gegenüber dem Reh deutlich größer und schwerer, dennoch gegenüber dem Rotwild kleiner und deutlich leichter. Das Damtier (weibliches Stück) ist kahl (kein Geweih). Es hat eine Schulterhöhe von 0,75 – 1,00 m und eine Körperlänge von ca. 1,4 m, das männliche Stück (Damhirsch) ist dagegen größer. Das Gewicht der Tiere liegt zwischen 40 und 90 kg, wobei der Damhirsch deutlich kräftiger ist.

Das wichtigste Kennzeichen ist die auffallende Fellfärbung, vor allem im Sommer. Die rötlich-braune Oberseite ist mit weißen Fleckenreihen verziert. Im Winter ist die Decke (Fell) deutlich grauer und die Fleckung fällt nicht so stark auf. Gelegentlich kommt auch ganz schwarzes oder weißes Dammwild in der Natur vor. Der Strich (Aalstrich) ist auf dem Rücken beiderseits von einer weißen Tupfenlinie begrenzt und der Schwanz (“Wedel”) ist länger als beim Rothirsch. Zwischen Anfang und Mitte September wechselt das Damwild vom Sommer- ins Winterfell.

Das voll ausgebildete Geweih eines alten Damhirsch ist am Ende aufällig verbreitert. Man spricht hierbei von Schaufeln, darum nennt man so einen alten Damhirsch auch Schaufler. In den ersten Jahren ist die Schaufel noch nicht entwickelt. Die wichtigste biologische Funktion dieses Geweihes liegt im Ausfechten und Verteidigen der Rangordnung.

Die Reihenfolge der Geweihformen eines Damhirsches lautet:

Die Arten: Spießer- Knieper- Löffler- Angehender Schaufler- Schaufler (auch Vollschaufler oder Hauptschaufler)

in den Monaten April – Mai wirft der Damhirsch sein Geweih ab. Ähnlich wie bei Rothirschen erfolgt der Abwurf um so früher, je älter die Hirsche sind. Dieses ist von der Natur vorgegeben. Hiernach wächst das neue Geweih mit einer schützenden Basthaut neu. Die Basthaut wird nach Abschluss der Wachstumsfase gefegt (Abgerieben). Bei der Größe des wachsenden Geweihs spielen viele Faktoren eine Rolle. Hauptsächlich sind es Äsungsverhältnisse, Alter und auch Vererbung. Beim Damhirschkalb sind die Stirnbeinfortsätze, die als Rosenstöcke bezeichnet werden, bis zum Februar des auf die Geburt folgenden Jahres ausgebildet.

Jäger

Hochsitz – Jagd – Jäger

Damhirsche verfügen über einige Duftdrüsen, deren Signale eine wichtige Rolle im Sozialleben spielen. Vor allem der Gesichts- und Geruchtssinn sind sehr gut ausgeprägt. Das ganze Jahr über sind Damwildrudel anzutreffen wobei die alten Damhirsche Einzelgänger sind. Im Rudel herrscht ein gutes Sozialverhalten.

Die Brunft und Fortpflanzung

Die Fortpflanzungzeit des Damwild nennt man Brunft. Oft hört man im Jägerleben die Begriffe wie z.B. Brunftplatz, Brunftkuhle, Brunftruf usw.

Die Damhirsch legt eine Brunftkuhle an, in die er hineinnässt und sich hinein legt, das locken seine Weiblichen Artgenossen an. Beim Damwild kommt also das Weibliche Stück zum Hirsch. So ziehen die Kahlwildrudel zu ihren männlichen Damhirsch.

Sehr oft wird von Damhirschen und Kahlwild der gleiche Brunftplatz aufgesucht. Die Brunft beginnt in der Regel Mitte Oktober und dauert bis ca Anfang November. Die weiblichen Tiere suchen in kleinen Gruppen die Brunftplätze der stärksten Hirsche auf, werden aber nicht, wie beim Rotwild, vom Hirsch zu einem Rudel getrieben und am Verlassen des Brunftplatzes gehindert.

Nach 33 Wochen setzt das Damtier ein Kalb, meist im Monat Juni. Selten kommt es vor, das sogar 2 oder 3 Kälber gesetzt werden. Die Lebenserwartung des Damwild liegt in freier Wildbahn bei ca. 15- 20 Jahre, wobei die meisten Damhirsche ab dem 8. Lebensjahr ihr Geweih deutlich zurücksetzen.Damwild

Der Damhirsch ist ein Wiederkäuer und äst ausschließlich pflanzliche Nahrung wie Gräser, Kräuter, Blätter, Pilze, junge Triebe, Kastanien aber auch Baumrinde. Die Nahrung ist grundsätzlich sehr wasserhaltig, so dass Damhirsche auch in der Lage sind, ohne Wasser auszukommen.

Damtiere im Wald

Damwild verursacht Verbissschäden, Schälschäden, Fege- und Schlagschäden an Wald- und Feldkulturen, Gartengewächsen, Obstbäumen und anderen Anbauten. Bejagt wird das Wild meist durch Pirsch, Ansitz- und Drückjagd und weitere Jagd Arten. Der einzig gebliebene natürliche Feind ist der Wolf, der jedoch auch sehr rar geworden ist. Die Damtiere sind einer der weningen Wild-Arten die in Gehegen gehalten werden können. Dies ist bei Rehe nicht möglich. Jedoch sind auch hier besondere rechtliche Dinge zu beachten.

Video zum Damwild

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