Dachs Steckbrief

(Meles meles)

Kurzinfo Dachs

Der Dachs gehört zu den Marderartigen, er ist also mit dem Fischotter, dem Iltis und dem Steinmarder verwandt. Bei uns ist er der größte Marder. Dachse leben wie Füchse im Erdbau. Füchse und Dachse sind im Erdbau manchmal Nachbarn. Die Dachsmännchen werden durchschnittlich etwas größer als die Weibchen. Dachse sind 10-20 kg schwer. Wie sieht die Dachslosung aus und ist ein Dachs gefährlich? Hier erfahrt ihr alles zum Thema Dachs, seine Lebensweise, Nahrung aber auch die Bejagung des Dachs.

Dachs

Zoologische Einteilung des Dachs

Zoologische Einteilung des Haarwild - Dachs
Wissenschaftlicher Name
Meles meles
Ordnung
Hundeartige (Canoidea)
Unterordnung
Marderverwandte (Musteloidea
Familie
Marder (Mustelidae)
Unterfamilie
Dachse (Melinae)
Gattung
Meles
Art
Europäischer Dachs

Steckbrief zum Dachs

Steckbrief Dachs
Lebensalter
bis 15 Jahre in freier Wildbahn
Lebensraum
hüglige Landschaften, Wälder, Hecken und Gehölze
Lebensweise
im Bau, Familienverband, meist Monogam

Gewicht
bis 17 kg
Körperlänge

64 – 88 cm
Nahrung
Fleisch- und Pflanzenfresser, Käfer, Regenwürmer, Mäuse, junge Kaninchen
Paarungszeit / Tragezeit

Ranz Jul. – Aug. / 7 – 8 Monate
Geburt1 Wurf / 1 – 6 Welpen im Feb.
MerkmaleHöhlenbewohner, Kessel bis 5m Tiefe, Baugröße bis 30m Umkreis, Nachtaktiv

Beschreibung des Dachs

Der Dachs ist ein Hundegroßer Allesfresser auf kurzen Läufen, der bevorzugt Wälder und Kulturlandschaften bewohnt. Der Boden darf für den Dachs nicht all zu fest sein, denn er ist ein Höhlenbauer und lebt im Bau. Besonders in Gegenden, in der der Regenwurmbestand hoch ist, hält sich ein Dachs gerne auf.Die Regenwürmer gehören zu der Grundnahrung des Dachses, aber auch Schnecken, viele Insekten, Pilze, Getreide, Fallwild und kleine Wirbeltiere nimmt der Dachs gerne zu sich. Er legt keine Futtervorräte an.

Der Dachs

Dachse in der Jagd

In der Nacht sind Dachse meist aktiv, dann gräbt er große Baue, die weit verzweigt sind. Dachse sind besonders hygienisch, denn ein- bis zweimal jährlich wird der Bau gereinigt und mit neuem Material bestückt, zum Beispiel mit Laub. Dass der Dachs so sauber ist, gefällt auch den Füchsen, denn auf jedem zweiten Dachsbau leben ebenfalls Füchse als „Untermieter“.

Das Errichten eines Baus ist sehr viel Arbeit, deshalb bewohnen Dachse über mehrere Generationen mit bis zu zwölf Tieren den gleichen Bau. Die Regeln beim Graben des Baus sind klar verteilt.

Dachse haben Streifgebiete, die sie auch gegen ihre Artgenossen verteidigen.

Der Dachs hält keinen Winterschlaf, sondern Winterruhe. Das heißt, dass er nicht den kompletten Winter über schläft, sondern immer einmal wieder aus dem Bau kriecht und sich auf die Nahrungssuche begibt.

Zu den Feinden des Dachses gehören verschiedene Krankheiten und der Straßenverkehr. Bis zu 15 Jahre alt kann ein Dachs in der Natur werden, doch das kommt sehr selten vor. Durchschnittlich liegt die Lebenserwartung bei 4 Jahren.

Dachse sind nicht gefährlich

Dachse sind sehr scheu und zeigen sich dem Menschen äußerst selten, woher weiß ich also ob Dachse im Revier sind? Zum einen an den Trittsiegeln, bei denen deutlich 5 Nägel zu erkennen sind. Ein weiteres Indiz für Dachse ist Losung in selbst vom Tier gegrabenen Erdmulden. Wird ein Bau entdeckt, ist an der “Dachsrinne” zu erkennen, ob es sich um einen Fuchs- oder Dachsbau handelt.

Es ist nicht nachgewiesen, das Dachse Einfluss auf den Niederwildbestand haben, was wohl daran liegt, das 90% seine Nahrung aus Würmern, Obst, Fallwild und so weiter besteht.

Die Dachsbejagung ist schwierig, denn der Dachs springt bei der Baujagd nur ungern. Außerdem ist die Baujagd auf den Dachs für unsere Hunde sehr gefährlich, da das Risiko besteht, das der Hund von Dachs eingegraben wird. Bei einem Ansitz kann es dagegen vorkommen, das der Dachs zufällig in Schussentfernung kommt. Zur Tollwutbejagung wurden früher Baue von Fuchs und Dachs begast, was einen für enormen Bestandseinbruch beim Dachs führte. Der Bestand hat sich davon bis heute gut erholt.

Hier noch einige Steckbrief Merkmale:

Die Dachse oder Melinae beschreiben eine zu den Mardern zählende Gruppe von Raubtieren, die mehrere Arten umfasst.

Dachs Steckbrief

(Quelle: Sachsenwald.de) – Steckbrief Dachs

Innerhalb der Dachse wird je nach Verbreitungsgebiet zwischen dem Europäischen und dem Amerikanischen Dachs, dem Honigdachs, dem Malaiischen Stinkdachs und dem Sonnendachs unterschieden.
Dachse sind in Nordamerika, weiten Teilen Asiens, in Afrika und in Europa beheimatet.
Der Europäische Dachs oder Meles meles gilt als der größter Marder in Mitteleuropa. Er ist in allen Ländern Europas mit Ausnahme von Süditalien und Korsika, einigen Mittelmeerinseln und Island anzutreffen und lebt in lichten Laub- und Mischwäldern, Sumpfgebieten und Hügellandschaften auf Lagen von bis zu 2000 Metern. Nur selten hält er sich in der Nähe menschlicher Siedlungen auf.
Der Europäische Dachs erreicht eine Körperlänge von bis zu neunzig Zentimetern und ein Gewicht von maximal zwanzig Kilogramm.
Das auffallendste Merkmal des Dachses sind die schwarzen Streifen am weißen Kopf, die sich von der Schnauze über die Augen bis zu den Ohren ziehen. Das restliche Fell des Dachses ist an der Rückenseite dunkelgrau, am Bauch tiefschwarz.
Der Dachs besitzt einen stämmigen Körperbau mit kurzen Gliedmaßen und einem kegelförmigen Schädel mit langer Schnauze und rundlichen, kleinen und abstehenden Ohren.

Der Dachs ist ein ausgesprochen scheues und nachtaktives Tier, das sich tagsüber in seinen Erdbau zurückzieht. Er ist standorttreu, jedoch nicht territorial veranlagt.
Das Revier umfasst eine Größe von über hundert Hektar und wird mit Urin markiert.
Dachse sind streng monogam und leben in lebenslangen festen Paarverbindungen zusammen. Mit den Jungtieren bilden sie Familienverbände, die unter der Erde riesige Dachsburgen anlegen. Diese können aus mehreren hundert Kammern und Gängen bestehen.
In sehr frostigen Wintern ziehen sich die Dachse in ihre Dachsburgen zurück und halten Winterruhe.
Der Dachs ist ein Allesfresser, der sich hauptsächlich vegetarisch ernährt. Er bevorzugt Samen, Obst, Pilze, Beeren und Wurzeln, macht aber auch Jagd auf Insekten, kleine Nagetiere, Reptilien, Schnecken und Würmer. Seine Beutetiere spürt er mithilfe seines exzellenten Geruchssinns auf.
Nach der Paarung im Hochsommer kommen im Frühjahr die zunächst blinden Jungtiere zur Welt, die zwei Monate lang gesäugt werden. Männliche Jungtiere verlassen in der Regel den Familienverband nach etwa einem Jahr.
Die Lebenserwartung der Dachse beträgt bis zu fünfzehn Jahre.

Jagdliches zum Dachs

Der Dachs ist eine jener Arten, die nicht durch natürliche Feinde dezimiert werden. Eine Bejagung ist deshalb Pflicht, um das Niederwild zu schützen und Schäden zu vermeiden. Manfred Graßl rückt Meister Grimbart außerdem zu Leibe, um die Hunde bei der Fuchsjagd im Winter vor gefährlichen Konfrontationen zu bewahren.

Als zur Tollwutbekämpfung gegen die Füchse die Baue noch begast wurden, war der Dachs gebietsweise Gast ausgerottet. In den letzten Jahren haben sich seine Bestände aber nicht nur erholt, sondern sind stark angestiegen. Da Dachse keine natürlichen Feinde haben und höchstens dem Straßenverkehr zum Opfer fallen, würde die Population ohne eine angemessene Bejagung weiter wachsen. Besonders in den Niederwildrevieren, aber auch in Waldrevieren mit angrenzendem Feldanteil sollte der Dachs bejagt werden. Da er bei der Nahrungssuche mehr Sammler als Jäger ist, verschmäht er Gelege oder Jungwild nicht. Außerdem richtet er kleinere Schäden im Getreide an, besonders im Hafer und in den Maisschlägen, welche dann öfter den Sauen zugeordnet werden. Ein weiterer Grund, die Dachse während ihrer kurzen Jagdzeit zwischen August und Oktober intensiv zu bejagen, liegt darin, die Fuchsbaue für die bevorstehende Bodenjagd im Winter von ihnen zu räumen. Durch die Klimaerwärmung sind die Winter milder geworden und die Grimbärte während ihrer Winterruhe wesentlich aktiver.

Die Fuchsbejagung in den Wintermonaten ist somit für den Bauhund gefährlicher, denn ein wehrhafter Dachs kann ihn erheblich verletzen. Die Bejagung des Dachses sollte ab Aufgang der Schusszeit im August gezielt durch die Ansitzjagd erfolgen. Später sind die Tage schon wieder zu kurz. Die Lichtverhältnisse lassen eine erfolgreiche Bejagung dann nicht mehr zu, weil die Dachse den Bau bei Dunkelheit verlassen und erst vor der Morgendämmerung wieder annehmen.




Schon im Juli werden von mir alle Baue im Revier kontrolliert und für die Bejagung im August vorbereitet. Pirschzeichen und frische Erdbewegungen weisen schnell auf Bewohner hin. Um den Bau lautlos erreichen zu können, wird ein Pirschsteig zur Ansitzleiter angelegt. Das Schussfeld am Bau muss frei sein, und die Ansitzleiter sollte nicht weiter als 30 Meter von den Röhren entfernt stehen. Da Dachse nicht gut sehen, ist es kein Problem, nah am Bau oder am Pass zu sitzen. Beim Stellen der Hochsitzeinrichtung ist aber unbedingt auf die Hauptwindrichtung zu achten, da der Dachs bevor er den Bau verlässt, kurz in den Röhren erscheint, um zu sichern. Erst wenn er sich sicher fühlt, wird er den Bau durch eine weitere Röhre verlassen. Der Dachs wird meist am Spätabend im letzten Licht mit Schrot aus der kombinierten Waffe erlegt. Es ist ratsam, eine Waffe mit einem variablen Glas mit hoher

Dämmerungsleistung zuverwenden. Über 25 Meter sollte der Dachs nicht mit Schrot beschossen werden,da er dann oft angeschweißt in die nächstliegende Röhre einschlieft und für den Jäger schlecht zu bergen ist. Dachse sind schusshart, deshalb sollten sie nur breit stehend beschossen werden. Der Schuss auf den Stich oder auf den Kopf in der Röhre ist nicht empfehlenswert. Der Dachs kann natürlich auch in hellen Mondnächten auf abgeernteten Getreidefeldern, Wiesen oder Obstgärten bejagt werden. Diese Jagderfolge sind aber meist zeitaufwändig und eher Zufallsprodukte. (Quelle: Ein Bericht von jagd-bayern.de)

Dachsfalle – Fuchsfalle

Fallenjagd

Jagdliche Fragen zum Dachs

Jungjäger Prüfung

1.Zu welcher Gattung gehört der Dachs?

Der Dachs gehört zu den Marderartigen.

2.Wie schwer wird ein Dachs?

Ein Dachs wiegt zwischen 12 und 20 kg.

3.Ist der Dachs ein Höhlenbewohner?

Ja, der Dachs wohnt in Erdlöchern die er selbst gräbt. Oftmals teilt er sich auch große Bauten mit einem Fuchs.

5.Woran erkennt man einen Dachsbau?

Der Dachsbau oder auch oft als Dachsburg bezeichnet, erkennt man einmal an den Trittsiegeln ( Fährte- Fußabdruck) und daran das der Eingangsbereich oft mit Faden und Gras-Heu bzw. Schleppspuren versehen ist. Oftmals sind große Berge Sand angehäuft, die beim Fuchs ehr weniger groß sind.

6.Was frisst ein Dachs?

Der Dachs ist ein Allesfresser, jedoch Hauptnahrung sind Regenwürmer, Insekten, Pilze, Beeren, Getreide, Fallobst und kleine Wirbeltiere.

7.Hält der Dachs einen Winterschlaf?

Nein, aber der Dachs hält eine Winterruhe wobei er immer mal wieder aus dem Bau kommt.

8.Wie heißt die Paarungzeit beim Dachs?

Es ist die Ranz.

9.Wann ist die Paarungszeit der Dachse?

Die Paarungszeit ist im Juli – August

10.Wie lange ist die Tragezeit des Grimbart?

Die Tragezeit liegt bei ca. 7-8 Monaten. Die Geburt der Jungen Welpen ist im Feb.

11.Wann ist der Dachs aktiv.

Er ist meistens Nachtaktiv sowie in den frühen und späten Dämmerungsstunden.

12.Wie alt kann ein Dachs werden?

Er kann bis zu 15 Jahre werden doch meisten ist die Lebenserwartung bei ca. 4-6 Jahren in freier Wildbahn.

13. Ist ein Dachs gefährlich?

Nein, ein Dachs ist in der regel nicht gefährlich. Er ist ehr scheu gegenüber Menschen und fühlt sich nur bedroht wenn man ihm am Bau zu Nah kommt. Gerade zur Paarungszeit ist der Grund der Nachwuchs. Diesen will er beschützen. Jedoch ist es meistnur  ein “fauchen”. Dieses kommt aber äußerst selten vor da meist der Dachs schon in seinem Bau verschwunden ist ehe man ihr gesehen hat.

14. Wie tief ist ein Dachsbau?

Ein Dachsbau kann bis zu 5 Meter tief sein. Der Umkreis einer großen Dachsburg – Bau kann bis zu 30 m Betragen.

15. Wie wird der Dachsbau von innen ausgekleidet?

Der Dachs hält sein Bau sehr sauber. Er macht zweimal im Jahr einen Grundputz und kleidet den Bau mit neuem Material wie Laub und Gras-Heu aus.

Video zum Dachs