Die Ringeltaube

(Columba palumbus)

Kurzinfo Ringeltaube

Taube

Wildtaube – Ringeltaube

Die Ringeltaube (Columba palumbus) ist wohl die bekannteste und weit verbreiteste Taubenart bei uns. Sie ist zugleich die größte Taubenart. Manchmal nennt man sie auch Holztaube. Leicht zu erkennen an ihren weißen Halsfleck und den gelb gefärbten Schnabel mit rotem Fleck. Das Gefieder ist oberseits  schiefergrau und die Unterseite blaugrau bis leicht ins rosa farbende. Junge Ringeltauben weisen noch keinen weißen Halsfelck auf. Die Geschlechter Unterscheidung ist mit dem bloßen Auge kaum zu bestimmten. Näheres dazu in der Beschreibung der Ringeltaube. Die Ringeltaube zählt zu den Standvögeln und zu den Teilziehern. Im Winter ziehen einige hunderttausend nordische Ringeltauben in ihr Winterquartier. Das Winterquartier liegt im Mittelmeerraum bis nach Nordafrika. Mehr über Nahrung, Feinde, Bejagung oder Fortpflanzung findet ihr weiter unten in dem Bericht.




Zoologische Einteilung Ringeltaube

Zoologische Einteilung des Federwild - Ringeltaube
Wissenschaftlicher
Name
Columba palumbus
Ordnung
Taubenvögel (Columbiformes)
Familie
Tauben (Columbidae)
Gattung
Feldtauben (Columba)
Art
Ringeltaube

Fasan Hahn




Steckbrief Ringeltaube

Steckbrief Fasan
Lebensalter
bis 15 Jahre in freier Wildbahn
Lebensraum
Agrarlandschaften, Feldfluren mit Gehölze,Wälder
Lebensweise
Saisonehe
Gewicht
ca. 580g
Nestlingsdauer28 Tage
Spannweite70-80 cm
Nahrung
Sämereien, Beeren, Knospen, Eicheln, Bucheckern, Brot, Larven, Regenwürmer, Schnecken
MauserJuni – Juli
Paarungszeit / Brutzeit

März-Sep. / 16 Tage
Geburt2x Brut / 2 Eier
MerkmaleZugvogel, weißer Halsfleck, Englischer Name: Wood Pigeon, Spanischer Name: Paloma torcaz




Beschreibung der Ringeltaube

Columba palumbus

Taube im Anflug

Einfallende Ringeltaube

Aussehen der Ringeltaube

Ringeltauben sind große, kräftig gebaute Tauben mit relativ langem Schwanz und recht kleinem Kopf. Mit einer Körperlänge von 38–43 cm und einer Flügelspannweite von 68–77 cm sind sie die größten Tauben Mitteleuropas. Der Geschlechtsdimorphismus ist bezüglich Größe und Gewicht schwach ausgeprägt, Männchen sind etwas größer und schwerer als Weibchen. So hatten frischtote Männchen aus Ostdeutschland eine Flügellänge von 240–267 mm, im Mittel 254 mm; Weibchen erreichten 238–260 mm, im Mittel 249 mm. Das Gewicht unterliegt saisonalen Schwankungen und ist im Herbst und frühen Winter durch die Anlage von Depotfett am höchsten. Zum Beispiel wogen in Südschweden von August bis September gesammelte adulte Männchen 465–613 g, im Mittel 539 g; Weibchen wogen 420–600 g, im Mittel 498 g; von Dezember bis März dort gesammelte Männchen wogen im Mittel 498 g; Weibchen im Mittel 478 g.




Bei adulten Ringeltauben der Nominatform sind der vordere Rücken und der Schulterbereich schiefergrau bis graubraun, der übrige Rumpf ist oberseits blaugrau. Kropfbereich und Brust sind diffus gräulich weinrot, zum Bauch hin wird die Färbung heller und ist vor den Unterschwanzdecken sehr hell grau. Der Kopf ist blaugrau. Auf den Halsseiten und im Nacken befinden sich von oben nach unten ein grünes metallisch schimmerndes Band, dann nur auf den Halsseiten ein weißer Fleck und dann wiederum auf Halsseiten und Nacken ein glänzend purpurrotes Band. Die inneren Armdecken, die großen Handdecken und der Daumenfittich sind schiefergrau.

Taube

Wildtaube – Ringeltaube

Die Außenfahnen der äußeren Armdecken sind überwiegend weiß und die äußersten Armdecken sind vollständig weiß; hierdurch entsteht ein auffallendes weißes Band auf dem Oberflügel. Die Handschwingen sind schwarzgrau, die Außenfahnen der 1. bis 9. Handschwingen haben einen schmalen, scharf abgesetzten, weißen Saum, dieser Saum ist an der 10. (äußersten) Handschwinge nur diffus ausgeprägt. Die Armschwingen sind überwiegend aschgrau. Die Steuerfedern sind oberseits an der Basis breit blaugrau, dann folgt eine diffuse, hellgraue Subterminalbinde und eine breite schwarze Endbinde.

Der Schnabel ist an der Basis rosa bis rot, am Ende orange bis gelblich mit einer hornfarbenen Spitze. Die fleischige Membran über den Nasenöffnungen ist weiß. Die Beine und Zehen sind hell- bis dunkelrot. Die Iris ist hellgelb.

Die Geschlechter sind äußerlich sehr ähnlich, Weibchen zeigen an der Brust eine weniger starke Rotfärbung und die weißen Flecke an den Halsseiten sind etwas kleiner. Das Dunenkleid der Nestlinge ist hell strohfarben und haarartig. Im Jugendkleid fehlt die grüne, rote und weiße Halszeichnung der adulten Tiere und die Konturfedern haben schmale, hell rotbräunliche Säume. Die Halszeichnung wird bereits bei der Jugendmauser des Kleingefieders ausgebildet, sie erscheint je nach Schlupfdatum des Jungvogels meist zwischen August und Dezember des Geburtsjahres. Die Iris ist bei juvenilen Vögeln gelblich weiß.

Lebensraum der Ringeltaube

Offenbar bevorzugt an besiedelten Waldrändern und in Wohnlagen mit hohen Bäumen, vor allem Kiefern, wo sie sich gern aufhalten und auch nisten. Sie schätzen künstliche Tränken, die sie mit erstaunlicher Regelmäßigkeit aufzusuchen pflegen.

Ernährung der Ringeltaube

Fortpflanzung und Paarung

Taubeneier im Nest

Taubengelege mit 2 Taubeneiern

Als Neststandort bevorzugt die Ringeltaube Nadelbäume, aber auch deckungsreiche Stellen von Laubbäumen werden genutzt. In Städten brüten Ringeltauben zunehmend auch an Gebäuden. Männchen und Weibchen teilen sich die Aufzucht der Jungen: während das Männchen Zweige und Wurzeln herbeischafft, baut das Weibchen das Nest. Bei der Brut wechseln sich die Partner ab, das Weibchen verbringt jedoch mehr Zeit mit dem Brüten.

  • brütet zwei bis vier Mal im Jahr, legt dabei je 2 -3 Eier auf spärliche Unterlage im Geäst
  • erste Legezeit im April
  • Bodenbalz: der Tauber trippelt hinter der Taube her, verbeugt sich würdevoll und gurrt lockend
  • Flugbalz: Imponierflüge mit Flügelklatschen
  • Ringeltauben bleiben während der Brut als Paar zusammen.
  • Beide Eltern kümmern sich um die Brut.
  • Das ungepolsterte Nest wird meist im Wipfel eines großen Baumes gebaut; der Tauber bringt seiner Partnerin dürre Zweige und Stängel, die diese lose zusammen steckt. Taubennester sind an dieser ‘provisorischen’ Bauart gut zu erkennen.
  • Brutzeit: 16 bis 18 Tage
  • Die Jungtiere schlüpfen blind, nach acht bis zehn Tage öffnen sich die Augen.
  • Die Eltern füttert Jungen in den ersten Tagen mit Kropfmilch, einem sehr nährstoffreichen Sekret, dass von den Kropfschleimhäuten abgesondert wird.
  • Nach 30 Tagen sind die Jungtauben flügge, nach einem Jahr geschlechtsreif.




Unterschied Männchen und Weibchen

Taubenschwarm Taube

Ringeltauben auf dem Feld

Vom Aussehen her gibt es keinen großen Unterschied. Das Männchen ist etwas größer und etwas schwerer als das Weibchen. Man kann dies mit bloßem Auge aus Entfernung nicht erkennen. Das der Schnabel beim Männchen ein kräftigeres gelb aufweist sieht man aus der Entfernung auch selten. Aber wie unterscheidet man sie nun? Man beobachtet sie eine Weile und es stellt sich sehr schnell heraus wer das Männchen ist. Das Männchen bedrängt das Weibchen und ist auch ständig am gurren. Der Ruf / Stimme ist bei den Ringeltauben ein „huh rkuh-ku-ku“. Auf den Bildern könnt Ihr sehen wie das Männchen das Weibchen bedrängt.

Die Mauser bei den Ringeltauben

Die Jugendmauser ist eine Teilmauser und beginnt bereits in der sechsten oder siebten Lebenswoche. Sie umfasst das Kleingefieder sowie einen Teil der Armschwingen und der Handschwingen. Die Handschwingenmauser beginnt bei der innersten (ersten) Handschwinge und wird im November oder Dezember unterbrochen, bis dahin sind meist die inneren fünf oder sechs Handschwingen erneuert. Die Kleingefiedermauser wird über den Winter fortgesetzt. Die Handschwingenmauser wird im Frühjahr fortgesetzt oder beginnt dann erneut von vorn mit der innersten Handschwinge. Die Steuerfedern werden erst im Alter von vier bis sechs Monaten vermausert. Die Mauser der adulten Vögel erfolgt als Vollmauser, sie beginnt im März oder April und dauert bis November oder Dezember.

Die Nahrung der Ringeltaube

    • Sämereien, Getreide, Hülsenfrüchte, Beeren, Klee-, Raps-, Kohlblättchen, aber auch Würmer, Insekten und Larven
    • Die Ringeltaube richtet als Schwarmvogel in Gärten, Gemüsefeldern und reifen Getreideschlägen auch größere Schäden an.




Ringeltaube und deren Feinde

  • Natürliche Feinde der Ringeltaube: Greifvögel und Eulen
  • für Gelege: Elstern, Krähen, Eichelhäher, Marder, Eichhörnchen und Katzen

    Locktauben - Taubenjäger - Taubenjagd

    Taubenjagd – Praxistipps

Bejagung der Tauben




Jagdliche Fragen zur Ringeltaube

Jagdschein Prüfung

1. Welche Taubenarten leben bei uns?

Die Hohltaube, die Ringeltaube, die Türkentaube, die Turteltaube.

2. Welche Art ist zugewandert?

Die Türkentaube.

3. Wie verhalten sich die Geschlechter zueinander?

Sie leben monogam in einer Jahresehe.

4. Wie makiert eine Taube ihr Revier?

Durch Rufen und flügelschlagende Balzflüge.

5. Wie viel Eier legt eine Taube in der Regel?

Zwei weißschalige Eier.

6. Wer brütet das Gelege der Taube?

Weibchen und Männchen abwechselnd. Meist zur Mittagszeit findet der wechsel statt.

7. Womit ernähren Wildtauben ihre Jungen?

Mit der Kropfmilch, einem quarkartiger Nahrungsbrei.

8. Welche Krankheiten kommen bei hoher Taubendichte häufig vor?

Die Taubenocken. (Viruserkrankung)

9. Welche Tauben ziehen in einem Winterquartier?

Die Turteltaube ist ein Zugvogel (Afrika), die Hohl- und Ringeltaube sind Teilzieher bzw. Strichvögel.

10. Welche Feinde haben Tauben?

Wanderfalke, Habicht, Sperberweib, Marder.

11. Wie Schwer wird eine Ringeltaube?

500g.

12. Sind die Geschlechter zu unterscheiden?

Nein, rein äußerlich sehen beide Tauben gleich aus jedoch ist meist der männliche Täuber schwerer.

13. Womit werden Tauben geschossen?

Mit Schrot oder mit dem KK = Kleinkaliber.

14.Worauf muss der Jäger bei der Jagd auf Tauben achten?

Auf gute Sichtdeckung da die Taube sehr gut sieht.

15. Wo lebt die Türkentaube?

Meist in Siedlungsnähe

16. Wann zieht die Turteltaube in das Winterquartier?

Meist im August bis September je nach Witterung.

17. Wie lang ist die Brutdauer bei einer Taube?

Die Brutdauer liegt bei ca. 16-17 Tage.

18. Wie sieht die Nahrung von Tauben aus.

Tauben sind eigentlich Pflanzenfresser, jedoch nehmen Sie auch Insekten und Würmer auf.

19. Mit Welcher Taubenart ist die Hohltaube zu verwechseln?

Mit der Ringeltaube. Die Hohltaube ist aber kleiner und trägt nie einen weiße Halsfleck.

20. Wo brütet die Hohltaube?

Die Hohltaube brütet in toten Bäumen bzw. Baumhöhlen. Manchmal kommt es auch vor das die Hohltaube in Kaninchenbauten brütet.




Video zur Ringeltaube