Heiliger Hubertus

Der Schutzpatron der Jäger

Schutzpatron der Jäger

Der Heiliger Hubertus” steht für viele Naturfreunde als Vorbild und Prophet der Jäger. Nicht ohne Grund hört man oft von einer Hubertusjagd. Schon seit dem Mittelalter wird die bekannte Hubertusgeschichte erzählt. Als der Hubertus auf der Jagd einen weißen Hirsch begegnete, der einen Kruzifix zwischen seinem Geweih trug, soll er bekehrt worden sein. Auch aus diesem Grund ist er angesehen als Schutzpatron der Jagd für Jäger und Schützen. Auch steht er als Schutzpatron für Natur und Umwelt sowie auch einige Schützenvereine.

Wer ist der Heiliger Hubertus?

Schutzpatron der Jäger

Hubertus wurde 656 oder 658 geboren. Er war der älteste Sohn des Herzogs Bertrand von Toulouse. Als Jüngling kam er an den Hof Theiderichs III. von Burgund und wurde von diesem zum Pfalzgrafen erhoben. Da er die Gunst des Fürsten besaß und durch ausgezeichnete Klugheit alle seine Missionen erfüllte, gelangte er bald in die höchsten Stellungen des Reiches. Hubertus vermählte sich nun mit der schönen Floribana von Löwen; doch nur kurzes Eheglück war ihm beschieden, da sie nach der Geburt ihres ersten Kindes Floribertus starb. Er empfand unsäglichen Schmerz über den frühen Tod seiner Gemahlin, und um seinen Kummer zu vergessen, stürzte er sich nun um so heftiger in allerlei weltliche Vergnügen. Da geschah es, daß er, in den tiefen Wäldern der Ardennen seiner Lieblingsbeschäftigung, der Jagt, nachgehend, einen kapitalen Hirsch aufspürte. Zur Verwunderung des leidenschaftlichen Jägers blieb der Hirsch ruhig vor ihm stehen. Schon hatte er den Bogen gespannt, um ihn zu erlegen, da erblickte er zwischen den Geweihstangen des Hirsches ein leuchtendes Kreuz. Betroffen sank er in die Knie. Jetzt vernahm er eine Stimme, die ihn mahnte, über den Dingen dieser Welt das ewige Leben nicht zu vergessen. Diese Erscheinung beeindruckte Hubertus derart, daß er sich mit ganzer Seele Gott zuwandte. Er verließ

Schutzpatron der Jäger

Heiliger Hubertus

den Hof, verzichtete auf seine Ämter, verschenkte sein Vermögen an die Armen und zog sich in die Einsamkeit der Ardennen zurück, wo er eine Zeitlang als Einsiedler lebte. Dann begab er sich zu Bischof Lambert von Maastricht, der den Verwandelten belehrte und zum Priester weihte. Im Jahre 708 starb der hl. Lambert, und sein Bistum war verwaist. Papst Sergius, der heilige Mann, erhielt in einem Gesicht die Weisung, den Pilger Hubertus zum Nachfolger des Ermordeten zu weihen. Als Hubertus  sich heftig wehrte, die Würde anzunehmen, erschien ein Engel vom Himmel, der ihn die bischöfliche Stola umlegte, worauf er, den Willen Gottes erkennend, sich alsbald fügte. Mit dieser himmlischen Stola konnte er später als Bischof viele heilen. Der Geweihte zog nach Maastricht zurück, um sein ihm von Gott auferlegtes Amt zu übernehmen. Er waltete als Bischof viele Jahre lang zum Segen des Landes und missionierte vor allem in seinem früheren Jagdgebiet, den Ardennen, unter großer Mühsal und Anstrengung, denn dort waren zu dieser Zeit die heidnischen Bräuche noch fest verwurzelt. Die Reliquien des hl. Lambert übertrug er in ein wunderschönes Gotteshaus, das er ihm zu Ehren hatte erbauen lassen. Der hl. Hubertus verlegte 721 seinen Bischofssitz von Maastricht an diesen Ort, der später den Namen Lüttich erhielt und sich zu einer reichen Stadt entwickelte. Im Jahre 727 holte Gott den rastlosen Missionar viel zu früh zu sich.

Die Legende des Heiligen Hubertus

Hubertus von Lüttich

Als Sohn des Herzogs Bertrand  von Toulouse wurde der “Heilige Hubertus” um das Jahr 655 geboren. Als Edelmann verstand er es hervorragend, mit Waffen umzugehen, und er erwarb sich im Jahre 687 in der Schlacht von Tertry hohe Verdienste, für die er mit der Heirat der Grafentochter Floribana von Löwen und mit der würde des höchsten Beamtenstatus belohnt wurde.

Nachdem seine Frau bei der Geburt des ersten Sohnes starb, suchte Hubertus jahrelang auf der Jagd in den Wäldern des Ardennengebirges Ablenkung von seinem Schmerz.

Eines Tages begegnete er einem kapitalen, weißen Hirsch, dem er tagelang nachstellte, bis er sich immer tiefer in den Wäldern verirrte, und schließlich das erschöpfte Tier ins Visier seiner Waffe bekam. Doch ehe er zum tödlichen Schuss abdrücken konnte, offenbarte sich ihm eine mächtige Visio: Er sah ein leuchtendes Kreuz zwischen dem Hirschgeweih und vernahm eine mahnende Stimme: “Hubertus, warum jagst du nur deinem Vergnügen nach und vertust die wertvollste Zeit deines Lebens?”

Tief berührt von diesem Ereignis beschloß er, sein Leben zu ändern. Er legte all seine Ämter zurück, verteilte seine Reichtümer an die Armen und liess sich zum Priester weihen und pilgerte nach Rom. Später wurde er um das Jahr 700 zum Bischof von Maastricht geweiht. Im Jahre 727, nach einem bewegten Leben starb er mit 77 Jahren – ein für die damalige Lebenserwartung sehr hohes Alter. 993 wurde er in das amtliche Verzeichnis der Heiligen aufgenommen.

Freilich gibt es verschiedene Versionen der Legende, und es wird behauptet, daß die Szene mit dem Hirsch eigentlich aus dem Leben des heiligen Eustachius stammt, und erst nachträglich auf St.Hubertus übertragen wurde. Die tatsächlichen, historischen Ereignisse spielen aber eine untergeordnete Rolle, wenn wir uns mit der tieferen Botschaft der Legende befassen. Der weiße Hirsch mit dem Kreuz ist wohl ein Symbol für die Heiligkeit allen Lebens, das der Mensch nur allzu oft für seine Ziele ausbeutet. Nicht nur die Natur um uns sondern auch diejenige, die in uns ist, wird für Vieles geopfert, das vor dem Hintergrund der Ewigkeit jedoch keinen Bestand hat.

Heutzutage gibt es zahlreiche Argumente für und wider die Jagd. Doch diejenigen, welche die Jagd als eine wichtige Aufgabe der Hege und Pflege der Natur und wertvollen, historischen Brauchtums sehen, sind sicherlich in der Überzahl. Immer noch wird dem erlegten Wild nach altem Brauch ein Tannenzweig in den Mund gelegt, als Zeichen des Respekts vor dem Leben und der Opferung an den Schöpfer.

Der “Heiliger Hubertus” ist nicht nur Schutzpatron der Jäger, auch gegen die im Mittelalter sehr gefürchtete Tollwut betete man zu ihm; Mit einem glühenden „Hubertus-Schlüssel“ wurden Wunden von Tierbissen desinfiziert und anschließend mit dem „Hubertus-Wasser“ gereinigt. Wer in der Tollwut die Aggression der Naturkräfte sieht, mag einen parallelen Zusammenhang zur heutigen Zeit erkennen, in der mit BSE, SARS, der Hühnergrippe und AIDS gefährliche Krankheitserreger von Tieren auf den Menschen übergreifen und weltweite Epidemien auslösen. Sind sie denn eine Mahnung an uns, gleichsam jener, die St.Hubertus bei der Jagd nach dem weißen Hirsch vernommen hat?

Eine Video zum Heilien Hubertus

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